Israel baut jüdische Siedlung Schilo im Westjordanland aus
500 neue Wohnungen geplant
JERUSALEM, 22. Februar (AFP) – Israel baut die Siedlung Schilo im Westjordanland aus. Wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Jerusalem am Mittwoch sagte, will der zuständige Planungsstab grünes Licht für den Bau von 500 neuen Wohnungen in der Siedlung geben, die zwischen den palästinensischen Städten Ramallah und Nablus liegt.
Außerdem sollen 200 Wohnungen, die ohne Genehmigung in Schilo und der nahegelegenen Siedlung Schvut Rachel erbaut wurden, nachträglich legalisiert werden, wie der Armeerundfunk berichtete. Der Ministeriumssprecher sagte, dies geschehe “aus humanitären Gründen”. Zur Zahl der Legalisierungen äußerte er sich nicht.
Die Anti-Siedlungsbewegung Peace Now kritisierte die Pläne. Generalsekretär Jariv Oppenheimer sprach von einem der größten Bauprojekte in den Palästinensergebieten und warf der Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu vor, alles zu tun, um eine Zwei-Staaten-Lösung zu verhindern.
Die Siedlungsfrage ist seit Jahren einer der Hauptstreitpunkte in den Verhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern. Auch international stößt Israels Siedlungspolitik in den Palästinensergebieten auf scharfe Kritik. In jüdischen Siedlungen in den von Israel besetzten Gebieten leben mehr als eine halbe Million Israelis.
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