Japan verzeichnet im Januar Rekord-Handelsdefizit
Folgen der Atomkatastrophe von Fukushima und des starken Yen
TOKIO, 20. Februar (AFP) – Die Folgen der Atomkatastrophe von Fukushima und ein starker Yen haben der Exportnation Japan im Januar ein Rekord-Handelsdefizit von knapp 1,5 Billionen Yen (rund 14 Milliarden Euro) beschert. Wie das Finanzministerium in Tokio am Montag mitteilte, nahmen die Importe im Vergleich zum Vorjahresmonat um 9,8 Prozent auf knapp sechs Billionen Yen zu. Die Exporte gingen um 9,3 Prozent auf 4,5 Billionen Yen zurück. Es ist das bislang höchste Defizit in einem einzelnen Monat seit 1979, als die Statistik erstmals erfasst wurde.
Vor allem teure Energieimporte trieben die Importkosten in die Höhe. Als Folge der Atomkatastrophe von Fukushima sind zurzeit fast alle der 54 japanischen Atomkraftwerke abgeschaltet. Verstärkt wurden die Probleme durch die historische Stärke der japanischen Landeswährung Yen, die die Ausfuhr von in Japan gefertigten Waren verteuerte. 2011 hatte Japan daher zum ersten Mal seit 31 Jahren ein Handelsdefizit verzeichnet.
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