Published On: Sun, Feb 5th, 2012

Türkischer Außenminister warnt vor Militärangriff gegen den Iran

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Davutoglu: “Militärische Intervention wäre eine Katastrophe”

MÜNCHEN, 5. Februar (AFP) – Die Türkei hat vor einem militärischen Vorgehen gegen den Iran wegen dessen umstrittenen Atomprogramms gewarnt. “Eine militärische Intervention in dieser Region wäre eine Katastrophe”, sagte Außenminister Ahmet Davutoglu am Sonntag bei einer Podiumsdiskussion auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Auch schärfere Sanktionen gegen Teheran seien “nicht besonders gut geeignet”, den Iran zum Einlenken zu bewegen. “Das beste sind Verhandlungen”, sagte Davutoglu. Wichtig sei, Vertrauen zwischen den beteiligten Parteien herzustellen.

Der US-Senator Joseph Lieberman räumte ein, dass der Iran sich von Sanktionen in der Vergangenheit wenig habe beeindrucken lassen. Zwar hätten diese durchaus die iranische Wirtschaft getroffen. “In der Realität haben diese wirtschaftlichen Schwierigkeiten aber keine Auswirkungen gehabt auf das Verhalten des iranischen Regimes in Bezug auf das geplante Atomprogramm – kein bisschen”, sagte Lieberman. Sollte US-Präsident Barack Obama ein militärisches Vorgehen gegen den Iran beschließen, so hätte er “Unterstützung aus beiden Parteien des Kongresses”.

Mehrere westliche Regierungen befürchten, dass der Iran sein Atomprogramm für die Entwicklung von Nuklearwaffen verwendet. Teheran bestreitet dies. Die USA hatten kürzlich erklärt, “alle Optionen” in Erwägung zu ziehen, um eine nukleare Bewaffnung des Iran zu verhindern. Zudem gab es Berichte über möglicherweise baldige Luftangriffe Israels gegen iranische Atomanlagen.

Am Samstag hatte Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz gesagt, in der Debatte werde derzeit zu viel auf Israel geschaut. “Wir sollten mehr auf den Iran gucken.” Der Iran habe “den Schlüssel in der Hand”.

ran/fs/lan

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Displaying 3 Comments
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  1. “Nur die Amis können noch die Schreckensherrschaft eines Persischen-Imamitischen Großreichs abwenden.”???????????
    Ob die Schreckensherrschaft der USA eine Alternative ist, mag zu bezweifeln sein!

  2. Gerade in Königsfamilien und anderen Häusern mit großer zu verteilender Erbmasse ist sowohl das vorzeitige Beseitigen des Throninhabers ebenso üblich wie das rechtzeitige Killen frühreifer potentieller Nachfolger. Und auch die Erben untereinander setzen nicht selten auf die Alleinerbe-Karte und sind da mitunter wenig zimperlich auch gegen Geschwister, Mütter und sonstige Verwandte. Und das gilt nicht nur für Persien, sondern weltweit da, wo geld- und machtsüchtige Eltern einen charakterlosen, wohlstandsverwahrlosten Nachwuchs heranzüchten. Schuld ist nicht Volk oder Religion, sondern einzig das vom Dopamin zerfressene limbische System im Hirn. Kann jedem passieren – bei passender Vorbelastung durch zu reiche Eltern. Geldsucht kann man googeln. Geschichte großer Erbschaften auch.

  3. Es tut mir leid, aber ich kann Herrn Dautoglu nicht folgen. Der ist eine rückwärtsgewandte Nation mit einer bellikosen Geschichte. Die Herrscherhäuser des alten Persiens nicht weniger bestialisch als die heutigen Perser. Oder hat es je in der Geschichte eine König gegeben, der seinem leiblichen Sohn die Augen ausstechen lässt um vermeintlich sich selbst in Sicherheit zu wähnen zu können? Und das erst vor nur 2 Jahrhunderten! Wer vermag es nun derartige Tyrannen mit Sanktionen und Menschenrechtsdebatten zu beeindrucken? Steinigungen, Amputationen, willkürliche Hinrichtungen wurden von den Persern schon in vorislamischen Zeiten praktiziert und davon werden die auch nicht in der Zukunft ablassen.
    Nur die Amis können noch die Schreckensherrschaft eines Persischen-Imamitischen Großreichs abwenden.

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