Griechen zogen in zwei Jahren 65 Milliarden Euro von Banken ab
16 Milliarden Euro flossen legal ins Ausland
ATHEN, 3. Februar (AFP) – Die Griechen haben in den vergangenen zwei Jahren rund 65 Milliarden Euro von ihren Bankkonten abgehoben. 16 Milliarden Euro davon transferierten sie legal ins Ausland, wie der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos am Freitag sagte. Vor rund zwei Jahren hatten die Schuldenkrise und die nachfolgende schwere Wirtschaftskrise in Griechenland begonnen. “Weniger als zehn Prozent des Geldes gingen in die Schweiz, 32 Prozent nach Großbritannien”, erläuterte Venizelos.
Venizelos verteidigte mit diesen Zahlen am Freitag Staatshilfen für die Banken des Landes. Die Institute müssen nicht nur den Abfluss des Geldes ihrer Kunden verkraften, sondern auch hohe Abschreibungen auf die griechischen Staatsanleihen in ihrem Bestand vornehmen. Sie erhielten fünf Milliarden Euro an direkten Hilfen und staatliche Garantien über insgesamt 120 Milliarden Euro. Weitere Milliardenhilfen sollen im Rahmen der nächsten Hilfszusage der anderen Euro-Staaten fließen, die derzeit ausgearbeitet wird.
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