Westerwelle verharmlost Muslimbruderschaft in Ägypten
Außenminister in Kairo: Gespräch mit Parteichef “ermutigend”
Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich bei seinem Besuch in Ägypten für einen unvoreingenommenen Umgang mit den Muslimbrüdern ausgesprochen. Sein Gespräch mit dem Vorsitzenden der aus der Muslimbruderschaft hervorgegangenen Partei Freiheit und Gerechtigkeit sei “ermutigend” gewesen, sagte Westerwelle nach Angaben seines Ministeriums am Dienstag in Kairo. Er habe von Mohammed Mursi ein “klares Bekenntnis zur inneren Pluralität” und zum Frieden mit Israel bekommen. Die Muslimbrüder müssten sich aber auch an ihren Taten messen lassen.
Die Partei Freiheit und Gerechtigkeit war mit 47 Prozent als Siegerin aus den ersten Parlamentswahlen nach dem Ende der Ära von Präsident Husni Mubarak hervorgegangen, die seit Ende November in mehreren Etappen abgehalten worden waren. Zusammen mit anderen islamistischen Gruppen stellt sie drei Viertel der Abgeordneten im Unterhaus. Westerwelle war am Montag in der ägyptischen Hauptstadt Kairo eingetroffen. Seine mehrtägige Nahost-Reise führt den deutschen Außenminister auch nach Jerusalem und Ramallah im Westjordanland.
Peter Goodgame dokumentierte, dass die Muslimbruderschaft frühzeitig sowohl von der CIA als auch von den britischen Geheimdiensten infiltriert und benutzt worden war im Kampf gegen den arabischen Nationalismus, insbesondere den ursprünglichen Nationalismus der von Nasser in Ägypten beworben wurde.
“Die CIA folgte dem Beispiel des britischen Geheimdienstes und versuchte den Islam für die eigenen Ziele zu gebrauchen.”
“Sie wollten einen charismatischen religiösen Führer finden, den sie bewerben und kontrollieren konnten und man fing an, mit Gruppen wie der Muslimbruderschaft zusammenzuarbeiten. Während des Aufstiegs von Nasser wurde die Bruderschaft verstärkt umworben von den westfreundlichen arabischen Regimen in Saudi-Arabien und Jordanien. Sie brauchten sämtliche mögliche Unterstützung von der Bevölkerung gegen den Aufstieg des von Nasser inspirierten arabischen Nationalismus um ihre Regime intakt zu halten.”
Offiziell galt die Bruderschaft als verbotene Organisation, aber sie blieb einflussreich und aktiv in Ägypten und arbeitete gegen das säkulare Regime, oftmals Hand in Hand mit dem britischen Geheimdienst. Im Juni 1955 verhandelte der MI6 bereits mit der Bruderschaft in Syrien um gegen die neue Regierung zu agitieren, die starke linksliberale Tendenzen zeigte sowie die Bereitschaft, mit Ägypten zu verschmelzen. Die Bruderschaft wurde ein noch wichtigerer Partner nachdem Nasser die Übernahme des Suez-Kanal durch Ägypten angekündigt hatte. Vor dem ersten Weltkrieg pflegte der britische Geheimdienst Verbindungen mit der Bruderschaft durch den Agent Freya Stark, ein britischer Abenteurer und Autor.
“Diese verdeckten Verbindungen wurden benutzt um die wachsende Präsenz der Deutschen in Nordafrika zu verfolgen und um informiert zu bleiben über die vielen unterschiedlichen politischen Bewegungen die entstanden,”
hält der Aangirfan Blog fest.
“Die Muslimbruderschaft hat sich in der muslimischen Welt verbreitet und sich verwandelt in eine Art muslimisches Äquivalent der westlichen Freimaurer-Bruderschaft. Sei wurde eine der ersten fundamental-islamischen Terrororganisationen.”
United Press International beschaffte Dokumente von dem israelischen Institute for Counter Terrorism, die enthüllen wie sich die Hamas aus Zellen der Muslimbruderschaft gebildet hatte. Israel und Jordanien unterstützten das Unterfangen der Bruderschaft, um Syriens säkulare Regierung im Jahr 1976 zu stürzen. Israel unterstützte Ausbildungslager für die Muslimbruderschaft im Libanon und in Jordanien nahe der syrischen Grenze. Innerhalb einer Zeitspanne von fünf Jahren tötete die Bruderschaft hunderte Alawit-Mitglieder von Assads regierender Ba’ath-Partei samt deren Angehörigen, Assads Leibarzt sowie mehrere sowjetische Berater, meldete Newsweek.
Al-Kaida verurteilte offiziell die sogenannte Reform der Bruderschaft hin zur Gewaltlosigkeit und warf ihr vor, “den Islam verraten und ihren Dschihad beendet zu haben um politische Parteien zu bilden und moderne staatliche Einrichtungen zu unterstützen.” Die angebliche Nummer zwei der durch die CIA geschaffenen al-Kaida, Ayman al-Zawahiri, war als Teenager in Ägypten der Bruderschaft beigetreten.
Osama Bin Ladens Mentor Abdullah Azzam war verbunden mit der Bruderschaft und der CIA. Azzam wurde laut Professor Barnett Rubin von der Columbia University als ein enorm wichtiger Partner betrachtet wegen dessen “engen Verbindungen zu der Muslimbruderschaft, dem saudischen Geheimdienst und der Muslim World League.” Osamas Famile hat ebenfalls Verbindungen: Mohammed Jamal Khalifa, sein Schwäger, war ein ranghohes Mitglied der Muslimbruderschaft im Libanon und leitete das Büro der Muslim World Legaue im pakistanischen Peschawar, von wo aus er in den 1980er Jahren Rekruten aussandte um die Sowjets in Afghanistan zu bekämpfen. Der angebliche Anführer der 9/11-Flugzeugentführer Mohammed Atta trat der Bruderschaft 1990 bei.
“An jedem wichtigen Punkt auf Attas Reise steht die Muslimbruderschaft,”
sagte ein ehemaliger CIA-Funktionär zu Seymour Hersh vom New Yorker im Jahr 2003.
Ein Expertenvortrag über die Muslimbruderschaft und den Dschihad von Claire M. Lopez, die auf eine 25-jährige Nachrichtendienstkarriere zurückblicken kann:
(AFP) fs/lan
Infowars, World Tribune, Washington Post











