SPD hält rot-rotes Bündnis im Saarland praktisch für ausgeschlossen
Oppermann: “Lafontaine legt eine Leimspur”
BERLIN, 21. Januar (AFP) – Die SPD hält ein rot-rotes Bündnis nach der Landtagswahl im Saarland praktisch für ausgeschlossen. Der saarländische Linken-Fraktionschef und frühere SPD-Vorsitzende Oskar Lafontaine lege “eine Leimspur”, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann, der “Frankfurter Rundschau” vom Samstag. “Aber in Wirklichkeit ist die Linke weder gewillt noch fähig, im Saarland Regierungsverantwortung zu übernehmen.”
Lafontaine setzt nach der Entscheidung für vorgezogene Neuwahlen im Saarland auf eine Koalition mit der SPD. Vor allem an der Basis der saarländischen SPD gebe es kein Interesse an einer großen Koalition mit der CDU, sagte er am Freitagabend dem Fernsehsender RBB.
Oppermann schloss eine große Koalition mit der CDU ausdrücklich nicht aus. Die Wähler könnten entscheiden, unter welcher Führung das Bündnis stehe: “Wir kämpfen dafür, dass Heiko Maas Ministerpräsident wird.”
Vor zwei Wochen hatte die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) das Bündnis mit FDP und Grünen aufgelöst. CDU und SPD hatten anschließend die Chancen für eine große Koalition geprüft, sich am Donnerstag aber für Neuwahlen entschieden. Diese sollen voraussichtlich Ende März stattfinden.
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