Published On: Fri, Jan 6th, 2012

FDP sackt in Umfrage auf neues Rekordtief von zwei Prozent ab

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Große Mehrheit hält Liberale für am wenigsten glaubwürdig

BERLIN, 5. Januar (AFP) – Vor ihrem traditionellen Dreikönigstreffen in Stuttgart ist die FDP in einer Umfrage auf ein neues Rekordtief abgesackt. Im am Donnerstag veröffentlichten ARD-Deutschlandtrend rutschten die Liberalen im Vergleich zur vorherigen Umfrage um einen Prozentpunkt auf zwei Prozent ab. Dies ist der schlechteste Wert, den die Partei in der Erhebung je erreichte.

Die Union lag in der Umfrage unverändert bei 35 Prozent, die SPD verharrte bei 30 Prozent, die Grünen bei 16 Prozent. Die Linkspartei verschlechterte sich um einen Punkt auf sechs Prozent, die Piratenpartei lag unverändert ebenfalls bei sechs Prozent. Für die sogenannte Sonntagsfrage im Auftrag der ARD-”Tagesthemen” befragte das Institut Infratest dimap von Montag bis Mittwoch 1500 Wahlberechtigte bundesweit.

Nach Ansicht einer großen Mehrheit der Deutschen ist mangelnde Glaubwürdigkeit ein entscheidender Grund für die schlechte Lage der FDP. 83 Prozent sind der Umfrage zufolge der Meinung, dass “die FDP seit Jahren vieles verspricht, was sie nicht gehalten hat”. Glaubwürdig finden die Liberalen demnach nur 15 Prozent der Deutschen. “Schlechte Arbeit der FDP-Minister im Kabinett”, nennen fast zwei Drittel als einen entscheidenden Grund, die Arbeit des Parteichefs Philipp Rösler nennt die Hälfte der Befragten. Nur ein Drittel der Deutschen glaubt demnach, dass Rösler Ende des Jahres noch FDP-Chef sein wird.

Rösler ist auch Schlusslicht in der Beliebtheitsskala der Spitzenpolitiker, er kommt der Umfrage zufolge nur auf eine Zustimmung von 20 Prozent (minus 2). Vor Rösler liegen mit Fraktionschef Rainer Brüderle (27 Prozent Zustimmung) und Außenminister Guido Westerwelle (25 Prozent Zustimmung) zwei weitere Liberale.

wes/bk

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