Published On: Thu, Jan 27th, 2011

Terminkontrakte: Aigner will Handel mit Agrarrohstoffen einschränken und provoziert so Hungertote

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von Ralph Bärligea

parteidervernunft.de
Die Bundesagrarministerin Ilse Aigner tritt „für Preisgrenzen beim Handel mit den Rohstoffen ein und forderte zudem sogenannte Positionslimits, die eine Obergrenze von Terminkontrakten einzelner Marktteilnehmer festlegen“, wie die „Financial Times Deutschland“ aktuell meldet. Aigner trifft sich hierzu auf internationalem Parkett mit den Agrarministern dieser Welt, wie sie stolz verkündete und gab vor, so die „Sicherung der Welternährung“ zu erreichen. Tatsächlich tötet sie mit dieser Politik direkt Menschen, zum Beispiel Kinder in Afrika. Um das logisch schlüssig zu beweisen, ist nur ein kleiner Artikel notwendig, aber zuerst muss ich in zehn Sätzen erklären, was das Teufelszeug ist, das Aigner limitieren will, diese Terminkontrakte, hie und da auch Derivate genannt. Die wirkliche Ursache der Preissteigerungen und Preisschwankungen von Agrarrohstoffen zeige ich abschließend. Weil das Thema immer wieder, dauerhaft in ständiger Wiederholung und sich steigernder Dummheit in dieser unzutreffenden, die Wahrheit ins Gegenteil verdrehenden Art wie jetzt von Ilse Aigner behandelt wird, sehe ich mich zu einem umfassenden Artikel genötigt, den ich bisher so zu diesem Thema noch nicht gefunden habe.

Was sind Terminkontrakte?

Terminkontrakte sind beispielsweise Optionsgeschäfte. Diese lauten auf etwas, hier in diesem Fall Agrarrohstoffe, etwa Kauf- oder Verkaufsoptionen für Weizen. Terminkontrakte heißen Futures, wenn sie standardisiert sind, wenn nicht, heißen sie Forward Contract und beides bedeutet, dass ein Vertrag für die Zukunft geschlossen wird; darum auch das Wort Terminkontrakt. Der Käufer einer Kaufoption beispielsweise kauft das Recht, eine bestimmte Ware in der Zukunft zu einem vorher bestimmten Preis zu kaufen. So ist ein Zeitschriftenabonnement auch ein Vertrag für die Zukunft, also ein Forward Contract. Was für den einen ein Recht ist, eine Option eine bestimmte Sache in der Zukunft entweder zu kaufen oder zu verkaufen, ist für den anderen Vertragspartner eine Pflicht, eine Obligation, denn er muss die dem Geschäft zu Grunde liegende Ware zum vereinbarten Preis liefern. Das ist genau spiegelbildlich. Je nachdem, wie sich der Preis der Sache entwickelt lohnt es sich, die Option zu ziehen, oder man lässt sie verfallen, im schlimmsten Fall verliert man also die Gebühr, die man für die Option bezahlt hat. Wenn man zum Beispiel eine Kaufoption hält, die einen dazu berechtigt ein Scheffel Weizen am Ende des Monats für 12,- $ zu kaufen und der Weizenpreis liegt am besagten Termin nur bei 10,- $, so ist die Kaufoption wertlos, liegt der Preis bei 14,- $ so ist sie 2,- $ wert und der Halter der Option verdient 2,- $. Der dazugehörige Vertragspartner, der die der Kaufoption zu Grunde liegende Ware liefern muss, macht jedoch im letzten Fall 2,- $ Verlust.

Wozu sind Terminkontrakte gut?

Die Marktteilnehmer handeln so unterschiedliche Erwartungen über die Zukunft und Risiken. Ein Land mit geringerem Einkommen kauft womöglich Kaufoptionen auf Weizen, um sich gegen zu hohe Weizenpreise abzusichern, damit die Bevölkerung bei einer schlechten Weizenernte, die zu einer Verknappung des Weizenangebots und damit höheren Preisen führt, nicht verhungert, weil man sich die höheren Preise nicht leisten kann. Jeder Liefervertrag, jedes Abonnement ist ein Forward Contract. Futures kann unsere gute Ilse Aigner staatlich regulieren, aber doch nicht die Forward Contracts. Also kann sie gar nichts regulieren, zum Glück, aber sie verteuert so die Transaktionskosten, weil man nur die Standard-Futures kostengünstig über die Börse handeln kann, während bei den Forward Contracts höhere Gebühren fällig werden, weil diese eben nicht standardisiert sind und „over the counter“ gehandelt werden. Im konkreten Fall bedeutet dies, dass sich für das arme Land jetzt die Risikoabsicherung durch Optionen verteuert. Wieder werden die ärmsten der Armen, die sich Risiken nicht leisten können und darum Optionen brauchen, ausgepresst. Das gleiche gilt dafür, wenn Optionsgeschäfte besteuert werden, weil diese Steuern genau wie die höheren Gebühren beim Handel „over the counter“ Kosten sind und die Option verteuern.

Terminkontrakte können die Preise der realen Güter nicht beeinflussen

Am Ende muss irgendjemand das reale Weizen haben, egal welche Terminkontrakte gehandelt wurden und zu welchen Preisen. Terminkontrakte können schließlich die Menge des vorhandenen Weizens, das das Angebot mitbestimmt nicht beeinflussen. Nur und nur das Angebot und die Nachfrage von realem Weizen auf dem Markt bestimmt den Weizenpreis und niemals der Terminkontrakt auf Weizen. Umgekehrt bestimmt der Preis des Weizens den Preis der Terminkontrakte; hier wird Ursache und Wirkung vertauscht, aber das zeige ich später. Der Weizen ist, egal welche Terminkontrakte gehandelt werden, einfach da und muss irgendwann auf den Markt, weil er sonst verfault. Weizen ist natürlich für eine gewisse Zeit haltbar und wird vielleicht gelagert und nicht verkauft. Kritiker sprechen dann abfällig vom „Horten“. Ja, das geschieht und das ist Arbitrage zwischen verschiedenen Zeitpunkten.

„Spekulanten“ halten Agrarpreise stabil und retten so Menschenleben

Arbitrage zwischen verschiedenen Zeitpunkten heißt, günstiger kaufen, als man verkauft. Am Ende führt das zu einem stabilen Preis. Immer wenn es ein sehr hohes Angebot an zum Beispiel Weizen durch etwa eine überdurchschnittlich gute Ernte gibt, fallen die Preise und dann kaufen die Arbitrageure, was die Nachfrage und damit den Preis wieder erhöht. Der Arbitrageur lagert jetzt den Weizen, er „hortet“ wie der Hamster. In schlechten Zeiten, wenn das Angebot sinkt, etwa weil es im Winter keiner Ernte gibt, oder auch spontan eine Naturkatastrophe eintritt, steigen die Preise. Nun wittert der Arbitrageur sein Geschäft und verkauft den gelagerten Weizen, wodurch aber das Angebot wieder steigt und die Preise wieder sinken. Dadurch entsteht ein stabiler Preis auf dem Markt. Die Arbitrageure kaufen und verkaufen solange zwischen den verschiedenen Zeitpunkten, bis sich die Preise im Zeitverlauf angleichen und man keine Gewinne mehr aus den Preisdifferenzen ziehen kann. Der sogenannte „Spekulant“ sorgt für schlechte Zeiten vor. Er verhindert Verschwendung in guten Zeiten, da er Ware aufkauft und lagert, wenn sie im Überfluss vorhanden ist. Er sorgt für das notwendige Angebot in schlechten Zeiten, wo er vor hat, sie zu etwas höheren, als seinen Einkaufspreisen in guten Zeiten zu verkaufen. Es ist ein ehrliches und nützliches Geschäft und der Arbitrageur hat dabei Lagerkosten und geht ein Risiko ein, weil er die Preisentwicklung in der Zukunft auch falsch einschätzen kann. Gleichzeitig steht ein Arbitrageur beziehungsweise Händler im Wettbewerb mit anderen Händlern. In den Medien lügt man aber mehrheitlich und sagt, die „Spekulanten“ führen zu Preisschwankungen und Krisen. Das Gegenteil ist der Fall. Die „Spekulanten“ stabilisieren die Preise und gleichen reale Krisen, wie beim Weizen etwa die Überernte bis hin zur Dürre, aus.

Ilse Aigners „Regulierung“ lässt die Preise schwanken und tötet Menschen

Wenn Ilse Aigner Preisobergrenzen für Agrarrohstoffe festlegt, kaufen die “Spekulanten” in guten Erntezeiten keinen Weizen mehr, weil es sich nicht mehr lohnt, das Weizen in schlechten Erntezeiten oder bei Katastrophen zu verkaufen. Man kann ja keine höheren Preise mehr verlangen. Dadurch sinkt aber auch in guten Erntezeiten die Weizennachfrage durch sogenannte „Spekulanten“, wodurch der Weizenpreis wegen mangelnder Nachfrage sehr niedrig ist und Weizen verschwendet, vielleicht sogar verbrannt wird zum heißen oder Überschüsse einfach am Feld verfaulen. In schlechten Zeiten hat man dann keine Lagerbestände und reale Hungertote. Es trifft halt die Ärmsten, die anderen kaufen eben zu höheren Preisen, die sich die Ärmsten nicht leisten können, die dann sterben. Vor allem Kinder sind betroffen und alleinstehende Frauen mit vielen Kindern. Die Bilder aus Afrika kennen wir.

Es ist nicht fair, Ilse Aigner dafür anzugreifen, dass diese Kinder sterben, weil sie den Eindruck macht, es gut zu meinen und wohl wirklich als Ministerin nichts von ihrem Handwerk versteht. Aigner wirkt auf viele wie eine ehrliche, sympathische Frau. Aber es gibt Politiker, wie etwa Wolfgang Schäuble, die die dargestellten Zusammenhänge sicher verstehen und diese Politik jedoch strategisch unterstützen. Positiv? Die Hungertoten führen zu einer Reduktion der Weltbevölkerung, was nach offiziellen Hypothesen Ressourcen und das Klima schont. Was geschieht ist doch pervers. De facto wird der Handel mit Lebensmitteln eingeschränkt, was den Menschen ihre Nahrungsgrundlage entzieht und so einige verhungern lässt. Die ökonomisch-logische Analyse lässt kein anderes Urteil zu. Deutschland und Industrieländer sind vom Hungertod in der Regel nicht betroffen, weil sie auch zu höheren Preisen kaufen können. Diese Politik zerstört aber auch ihren Wohlstand, weil in guten Zeiten so Ressourcen verschwendet werden, in schlechten dann die Preise steigen und weniger Geld für andere Dinge bleibt, wie etwa für Bildung.

Die Güterpreise beeinflussen den Preis der Terminkontrakte, nicht umgekehrt

Und Bildung hätten wir wirklich nötig, wenn wir glauben, Terminkontrakte könnten Preise von Weizen nach oben treiben, wie in den Medien seit Jahren heruntergeleiert wird, allen voran hier Heiner Geißler, das „soziale Gewissen“ der CDU. Er scheint den Unsinn selbst zu glauben. Optionen und Terminkontrakte allgemein haben aber wie gezeigt keinen Einfluss auf den Preis der ihr zugrundeliegenden Ware. Im Gegenteil bedingt der Preis der Ware, die der Option zu Grund liegt, den Preis der Option. Wenn jemand z.B. eine Kaufoption hält, die ihn dazu berechtigt ein Scheffel Weizen für 10,- $ am Ende des Monats zu kaufen und zu diesem Termin liegt der Weizenpreis dann bei 9,- $, ist die Option wertlos. Liegt der Weizenpreis bei 12 $ ist die Option 2$ wert.

Die wahre Ursache für die Preissteigerungen sind die Zentralbanken

Der einzige, der Preise nach oben treibt, ist der Staat selbst. Die amerikanische Zentralbank Federal Reserve hat in der Wirtschaftskrise, die sie selbst verursacht hat, die Geldmenge mehr als verdoppelt. Die Europäische Zentralbank hat ähnlich reagiert. Na klar steigen jetzt die Preise, etwa auch für Weizen. Und weil das frisch gedruckte Geld, bei den Ärmsten am Ende von Afrika zuletzt ankommt, die Preise für Weizen aber schon vorher steigen, da die Erstempfänger des neu gedruckten Geldes, mit ihrem Geld mehr Weizen kaufen, um z.B. ihre Schweine zu füttern, verhungern die Ärmsten zu erst. Man nennt diesen Wirkmechanismus in der Ökonomie Cantillon-Effekt. Der Effekt wird aber selten in dem hier gezeigten Zusammenhang dargestellt. Am Ende schadet diese „Politik“ des Gelddruckens aber auch den reichen Ländern. Wenn nämlich nun die Preise für Weizen endlich steigen, verteuert das auch die Schweine und dann merken auch die Reicheren, dass sie sich so viele Schweine gar nicht leisten können und viele Schweinemastbetriebe umsonst errichtet haben. Es stellt sich heraus, dass diese Investitionen keinen Wert mehr haben, weil die Nachfrage für die Produkte, die sie hervorbringen fehlt. Hätte die Zentralbank aber nicht die Nachfrage und damit die Preise verzerrt, wäre es zu den Fehlinvestitionen nie gekommen und man hätte in Dinge investieren können, die dringlicher sind. Die Schweine sind nur ein Beispiel, der dargestellte Zusammenhang liegt jedoch auch der gesamten Immobilien- und Wirtschaftskrise zu Grunde, die durch die laxe Geldpolitik der Zentralbanken nach dem Platzen der Internetblase verursacht wurde. Die Internetblase wurde selbst wieder durch eine laxe Geldpolitik davor ausgelöst. Wir wandern von Blase zu Blase und von Blase zu Blase werden wir ärmer. Gleichzeitig verschwenden wir so Ressourcen und belasten die Umwelt unnötig. Dies wird durch die Konjunktur- und Krisentheorie der Österreichischen Schule der Ökonomie nach Ludwig von Mises und dem Nobelpreisträger Friedrich August von Hayek allein aufgrund der Tatsache, dass Menschen handeln, logisch exakt bewiesen. Die Bücher dazu sind frei verfügbar, nur an staatlichen Schulen und Universitäten wird die Österreichische Schule nirgendwo gelehrt. Warum nicht?

Zusammenfassung des Gelernten

Fassen wir zusammen, was wir gelernt haben. Spekulanten stabilisieren die Preise und führen nicht zu Preisschwankungen, wie die Medien mehrheitlich falsch behaupten. Terminkontrakte, ob Optionen, Obligationen, Futures oder Forward Contracts, sämtliche Derivate und reine Finanzgeschäfte, die nur auf reale Güter lauten, selbst aber keine realen Güter sind, sondern handelbare Verträge darstellen, können die Güterpreise nicht beeinflussen. Im Gegenteil beeinflussen die Güterpreise logischer Weise den Wert dieser Papiere. Ilse Aigner rettet durch ihre Preisbeschränkungen für Agrarrohstoffe, sowie die Erschwerung des Handels von Terminkontrakten keine Menschen, Kinder und kleine Babys in armen Ländern sondern tötet sie. Tatsächlich rettet der Kapitalismus und der freie Markt kleine Kinder und Babys, sogar und gerade in Afrika, weil die verschmähten „Spekulanten“ in Wirklichkeit Vorsorger sind und sie nur und nur dann Gewinne machen, wenn sie gut vorsorgen, also wirklich dann kaufen, wenn die Preise niedrig sind und Überfluss herrscht und dann verkaufen, wenn die Preise hoch sind und Mangel herrscht. Ein „Spekulant“ der das Gegenteil tut, würde zwar tatsächlich die Preise hochtreiben und Irrtum ist niemals ausgeschlossen, aber er wurde Verluste machen, wäre bald Pleite und könnte sein Treiben nicht allzu lange fortsetzen.

Finanzminister Wolfgang Schäuble ist der fiese Spekulant

Aber so Gott will haben wir den Finanzminister Wolfgang Schäuble, der so gütig war, die sich verspekulierenden Banken zu retten, damit diese immer weiter machen können wie bisher, damit der Kapitalismus pervertiert wird. So werden auch immer mehr sinnlose und verlustbringende Terminkontrakte gehandelt, die tatsächlich das Potential haben, Preise nach oben zu treiben. Für Verlust bürgt ja der Steuerzahler. Es wird ein Rettungspaket nach dem anderen geschnürt, erst für die Banken, dann die Staaten, die sie retteten. Der Bürger wird steuerlich bis zum Maximum ausgepresst, er arbeitet mehr als zwei Drittel seiner Zeit für den Staat, der das Geld nimmt, mit dem er dann den Wohlstand aller weiter vernichtet und wie wir gesehen haben sogar Menschen in Entwicklungsländern tötet. Die 0,4 Prozent „Entwicklungshilfe“ vom Bruttoinlandsprodukt, die Deutschland leistet, ist dagegen ein Witz, schadet sogar selbst noch, weil sie planwirtschaftliche Fehlinvestitionen in den Entwicklungsländern provoziert, die andere Investitionen verdrängen, oder wie für Planwirtschaft üblich gleich direkt in die Korruption fließt. Und weil die steuerliche Auspressung schon beim Maximum ist, wird fleißig Geld gedruckt, was die Banken und Bankvorstände als erste erhalten und darum reich werden ohne eigene Leistung. Erzeuger allen Geldes ist die Zentralbank, die alles Geld als Kredit erzeugt und als Kreditgeber letzter Instanz die Pleite-Banken und Pleite-Staaten in beliebiger Höhe, nach dem Motto „Je mehr Pleite, desto mehr Geld“ versorgt. Nur und nur diese Institution macht es mit ihren ewig unerschöpflichen Geldtöpfen möglich, dass das Preisniveau durch Geldmengenwachstum dauerhaft steigt und für die Wohlstandsvernichtungspolitik der Quasi-Staatsbanken und Staaten immer genug Geld da ist, bis Afrika verhungert und Deutschland technologisch und demografisch am Ende ist.

Sagen Sie Ihren Mitmenschen, wer wirklich an der Krise schuld ist!

Die staatsmonopolistisch-kapitalistischen und öffentlich-rechtlichen Medien, die sich in letzter Instanz schließlich immer auch aus den Töpfen der Zentralbanken finanzieren, aber lügen frech weiter und sagen das Gegenteil von dem was wahr ist, nennen Gutes schlecht und Böses gut. Was in diesem Artikel steht, weiß jeder der vielen tausend Händler auf der Welt und kennt jeder gelernte Industriekaufmann. Nur in den Medien sagt man es nicht, und an den staatlich finanzierten oder akkreditieren Universitäten lernt man die simplen Zusammenhänge nicht, die ich hier zeige. Die Österreichische Schule wird nicht einmal erwähnt. Warum nicht? Verbreiten Sie diesen Artikel weiter, schicken Sie ihn an Freunde und Verwandte und auch an Ilse Aigner, damit diese sehen und verstehen, wer wirklich an der Krise Schuld hat und die Kinder und Menschen in Afrika und in den ärmeren Ländern dieser Welt sterben lässt und den Wohlstand der Nationen, auch bei uns, kaputt macht.

Weiterführende Informationen:

„FTD“: Agrarministern Ilse Aigner fordert Preisgrenzen und Positionslimits für Rohstoffländer

Gabler Wirtschaftslexikon online: Derivate, Terminkontrakte, Termingeschäfte

Damals wie heute: „Die Ursachen der Weltwirtschaftskrise“ von Ludwig von Mises

Mises Konjunktur- und Krisentheorie in „Die Theorie des Geldes und der Umlaufsmittel“

Was ist Logik? Formelsprache des reinen Denkens von Gottlob Frege

Ralph Bärligea, Titelstory „Smart Investor“: Wie die Zentralbanken unseren Wohlstand vernichten und was zu tun ist

Ralph Bärligea, eigentümlich frei: Warum die Medien lügen und wie wir damit umgehen sollten

Informieren Sie hier Ilse Aigner über meinen Artikel!

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Displaying 33 Comments
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  1. madurskli says:

    du hast recht.
    Aber ich investiere MEINE Zeit in Themen die mir näher liegen!

    Alles klar?

    Ich sag doch nicht das die Wahrheitsbewegung falsch liegt oder die Öffentliche Darstellung stimmt.

    Ich weiss das 9/11 die Welt verändert hat, sehr zu Ungunsten der Bürger.

    Aber das ist schon sehr lange so!

    Schon wie Kolumbus Amerika entdeckte und 80% der Einheimischen an Röteln und Masern verendeten, wurde die Welt verändert.

    Das ins Blickfeld zu bringen ist mein Punkt!

    Wenn wir verstehen wollen wohin wir gehen, müssen wir verstehen woher wir kommen.

  2. dogbert says:

    Man fragt sich, wie sich die Welt vor Einführung von Derivaten drehen konnte.

  3. madurskli says:

    @ Thor
    Die 9/11 Bewegung kann man auch getrost ignorieren ,wie ich.
    Da blickt eh kein Schwein mehr durch.
    Zurück bleibt das untrügliche Gefühl das da was nicht stimmt.
    Und das reicht mir persönlich.

    Als Landwirt hat mich dsa hier zu kommentierende Thema zu einer vertieften Rècherche veranlasst.

    Das Resultat ist hier zu lesen:
    http://www.erinnerungsforum.net/forum/sehenswertes/gegen-das-vergessen/msg28786/#msg28786

    Ich hätte mit meinen Überlegungen auch schon in den Zeiten der Kolonialmassaker beginnen können!

    Wo schriftlosen Völkern, mörderisch klar gemacht wurde Wem nun ihre Heimat Gehört!!!

    Aus diesen Raubzügen entwickelte sich schliesslich das angesehene Wort:
    “Kolonialware”
    So wie die entsprechenden Läden.

  4. Thor says:

    Ich will gerade KEIN Hunger und Tod verantworten und muss gerade desgalb für ein Verbot von gehebelter Spekulation sein, an der Stelle wird die Diskussion übrigens sehr unschön, weil hier mit emotionaler Erpressung gearbeitet wird. Das gibt böses Blut und macht mich persönlich sauer! Wir nicht Markt-Radikalen sind Mörder ist die überspitzte Aussage! Dirk-Müller und Frank Meyer sind ausgemachte Börsenexperten, sind die den blöd?

    Noch etwas: Die Spaltung der 9/11-Bewegung ist hiermit voll gelungen.

  5. Thor says:

    Doch, die meisten “wollen” versklavt werden, dort wo der “freie Markt” sich durchsetzt etwa beim Privat-Fernsehen sieht man oft, dass das Niveau dort tiefer ist als bei z.B. bei den öffentlich-rechtlichen. Früher zu Gold-Geld-Zeiten gab es keine Computer und bei einer Volksabstimmung für mehr Überwachung würde die Mehrheit in D. m.E. für mehr Überwachung stimmen.
    Doch, liberrae Ideologen haben viele Leute auf dem Gewissen, dadurch dass diese dem Staat verbieten bei sozialen Schieflagen einzugreifen und auch bei eurer immer so tollen Vertragsfreiheit die ja auch so etwas wie Leibeigenschaft umfasst. Die Österreichiche Schule wurde übrigens unter Pinochet erprobt. Beispiel: Wal Mart: Vor einigen Jahren kam raus, dass Wal Mart ihren Mitarbeitern vertraglich verboten hat sich privat zu treffen. das Verbot dann ein Gericht, dieses Verbot geht nur durch eben den Eingriff in die Vertragsfreiheit.
    Ich war vor 10 Jahrn selber noch so drauf wie ihr bis ich erkannt habe dass ich einer Ideologie angehöht habe. Marxisten streiten übrigens auch ab, dass Sie einer Ideologie fröhnen, sondern betonen die Wissenschaftlichkeit von Marx. Sie sttreiten auch ab, dass der Marxismus für millionen Tote verantwortlich ist, Zu DDR-Zeiten gaben Sie die Schuld meist dem Westen und nach dem Zusammenbruch der DDR sagten Sie das wäre ja kein echter Sozialismus gewesen.
    Ich bin nicht gegen Marktwirtschaft, aber gegen Marktradikale Ideologie habe ich was. Schaut eech doch noch mal die Beiträge von Nicolas Hofer an wo er eben widerlegt dass sic alles selber reguliert.
    Ich weiss, dass die Ideologie der “Freiheit” verführerisch ist und man sich dann gerne dem “Totalen Markt” untewürft ohne zu erkennen, dass eine “totaler Markt” sich auf Dauer selber abschafft, selbst in den USA gibt es eine Kartellbehörde, wohl wissend dass eben ein radikaler Markt auf Dauer nicht funktioniert. Ein Kartellamt ist ja zur Aufrechtrechterhaltung der Marktwirtschaft eben durch staatliche Eingriffe.
    Und ja der Kapitalismus hat Menschenleben auf dem Gewissen, es gibt Indizien dass Konzerne wie Coca Cola in Lateinamerika durch Todesschwadronen umlegen lässt.
    Und erzählt mir gar nicht, das wäre ja kein Kapitalismus, diese Ausdrede ist ein 100%er Abklatsch der Ausagen der Linken vor 20 Jahren die DDR wäre kein echter Sozialsmus.
    Jetzt ist dieseS Beitrag selbet auf den Goldseiten gelandet. Genau auf den Goldseiten dessen Akteure eine Eindämmung der Future-Manipulation an der Comex sind. Tja, wenn man selber als Gold und Silber-Besitzer Opfer von Marktmanipultion durch Futures ist dann ist man auf einemal für eine Eindämmung, sorry das ist doch eine unglaubliche Doppelmoral. Es mag ja sein, dass es die oben beschriebenen Effekte von Futures tatsächlich gibt, diese sind aber sicher nicht die ganze Wahrheit, wenn man künstlich Edelmetalle drücken kann durch Futures dann kan man sicher auch künstlich Lebensmittel hochtreiben, und laut Dirk Müller und co. wird das eben gemacht. Seit doch nicht sooo blauäugig mit euer Ideologie. Ich habe aber wenig Hoffnung da ich gegen Wände rede, genau wie bei überzeugten Marxisten damals. Und ja der Kapitalismus hat auch viele Hungertote zu verantworten.
    Trotzdemm ist Makrtwirtschaft schon positiv, allerdings mit sozialen Errungenschaften wie Tarif/Mindestlöhne, Kündigungsschutz, Arbeistschutz etc.

  6. madurskli says:

    Ich habe mir auch so meine Gedanken gemacht:

    http://www.erinnerungsforum.net/forum/sehenswertes/gegen-das-vergessen/msg28786/#msg28786

    So im sinne:
    Agrarrohstoffhandel tötet Menschen!

  7. Goldi says:

    @ Thor
    “Hier wird die theoretische Welt angenommen wie es wäre wenn z.B. es eine Golddeckung gäbe.”
    Das ist keine theoretische Welt, sondern reale, erprobte Geschichte.
    “Nur, wir haben so ein System nicht, als Realpolitiker muss ich davon ausgehen wie die Welt gerade ist und da ist ein Verbot von gehebelter Speku auf Nahrungsmittel sehr wohl m.E. sinnvoll auch wenn es womöglich umgangen wird.”
    Das gibt Hunger und Tod. Willst Du das verantworten?
    “Ihr “Östterreicher” meint immer, dass sich bei freiem Marktgeld automatisch Gold und Silber durchsetzten würde.” Das wird es sich sowieso, sobald das Vertrauen ins Papiergeld verloren geht, wart’s nur ab – aber selbst wenn, wäre es kein Unglück. Hauptsache, es ist gedecktes Geld und kein Schuldgeld.
    “Woher nehmt ihr diese Gewissheit?”
    Es war immer so.
    “Gerade in unsere modernen Welt mit Computern ist elektronisches Geld viel bequemer” Ja, sicher, und die Überwachung einfacher. Die Leute wollen sich ja schliesslich ausliefern und versklaven, vor allem denjenigen Politikern, die sie gerade betrogen und in die Schei**e geritten haben…
    “eine Deckung mit Gold könnte duch mehrfache Buchführung dann wieder umgangen werden und Kredidgeld würde sich am freien Markt gerade deshalb durchstzten gerade weil man damit über seine Verhältnisse leben kann.” Ich glaube, wenn die Leute alles verloren haben, werden sie für eine Weile genug haben vom Papiergeld. Dass in goldgedecktem Geld Betrug geschieht, ist so, wie es überall Betrug gibt. Die Leute werden vorsichtiger werden, wenn sie alles verloren haben und sich fragen, was falsch gelaufen ist.
    “Die haben ein in sich geschlossenen Weltbild ähnlich wie ihr Radikal-Liberalen.” Nun, dieser Vergleich ist, gelinde gesagt, haarsträubend. Die Liberalen haben keine Leute auf dem Gewissen – und schon gar nicht Millionen, wie die Marxisten, und wenn man ins 19. Jht. zurückblickt, dann sieht man, was Goldgeld bewirkt hat, nämlich Wohlstand:
    http://www.youtube.com/watch?v=KrEDTiWk4uY
    “Kriege gab es zu Zeiten der Golddeckung auch zu Hauf, manche Kriege wurden gar zur Raub von Gold geführt.” Mit Golddeckung lässt sich kein grösserer Krieg führen. Dass Kriege zum Raub von Gold geführt wurden, ist kein Argument, denn die kann man dafür auch führen, ohne dass die Währungen durch Gold gedeckt sind: Gold ist wertvoll und weltweit gefragt, ob als Währung oder nicht *kopfschüttel*. Kriege werden auch geführt für Erdöl, für Rohstoffe überhaupt, für Land, wegen Machtinteressen usw..

  8. Thor says:

    Nochmal: Hier wird die theoretische Welt angenommen wie es wäre wenn z.B. es eine Golddeckung gäbe. Nur, wir haben so ein System nicht, als Realpolitiker muss ich davon ausgehen wie die Welt gerade ist und da ist ein Verbot von gehebelter Speku auf Nahrungsmittel sehr wohl m.E. sinnvoll auch wenn es womöglich umgangen wird. Zu Gold und Silber und “freiem Marktgeld”: Ihr “Östterreicher” meint immer, dass sich bei freiem Marktgeld automatisch Gold und Silber durchsetzten würde. Woher nehmt ihr diese Gewissheit? Gerade in unsere modernen Welt mit Computern ist elektronisches Geld viel bequemer, eine Deckung mit Gold könnte duch mehrfache Buchführung dann wieder umgangen werden und Kredidgeld würde sich am freien Markt gerade deshalb durchstzten gerade weil man damit über seine Verhältnisse leben kann.
    Vor 20 Jahren hatte ich ähnliche Diskussionen mit Marxisten die mir erklären wollten, dass ich den Sozialismus gar nicht verstanden hätte (und den Unterschied zwischen Komunismus und Sozialismus erklärt haben) und wenn man alles richtig machen würde der Sozialismus funktionieren würde.
    Die haben ein in sich geschlossenen Weltbild ähnlich wie ihr Radikal-Liberalen. Man darf nicht vergessen, dass die reale Welt komplex ist und man oft selektiv viele Parameter übrsieht. Dass jeder staatliche Eingriff in die Wirtschaft böse ist ist einfach nur Ideologie, auch wenn es sein mag, dass die Einfgriffe überwiegend schaden, ganz einfach weil die Politiker die diese erlassen meist inkompetend sind.
    Kriege gab es zu Zeiten der Golddeckung auch zu Hauf, manche Kriege wurden gar zur Raub von Gold geführt.

  9. Marco says:

    Die allermeisten Rohstoffe verderben irgendwann, können also, im Gegensatz zu Mineralien, Öl oder Metallen, nicht ewig gelagert werden. Bei vielen Lebensmitteln beträgt die Haltbarkeit sogar nur ein paar Tage oder Wochen. Geschäfte mit dem Zurückhalten von Nahrung sind also nur begrenzt möglich und von Natur aus starken, zeitlichen Einschränkungen unterworfen. Dinge wie Reis, Weizen, Kaffeebohnen, Zucker, Salz oder Kaokao jedoch können (die richtigen Lagerbedingungen vorausgesetzt) trotzdem für längere Zeit eingelagert werden.

    Anders hingegen bei Termingeschäften wie Futures oder Forwards. Derlei Kontrakte dienen dem Verkäufer als ein Schutz vor Preisverfall und dem Käufer als ein Schutz vor Preissteigerung des zu Grunde liegenden Rohstoffes, etwa in Folge eines künftigen Überangebotes oder einer künftigen Knappheit. Dieser Schutz jedoch kostet Geld und kann auch wertlos verfallen. In jedem Fall ist es eine Spekulation auf steigende oder fallende Preise – sowas kann auch mal schiefgehen!

    Preissteigerungen aller Art sind meines Erachtens jedoch weniger in Regeländerungen an den Terminbörsen, geschweige denn in den dort festgestellten Kursen, als vielmehr in der systemimmanenten, hohen Verschuldung von Staat, Unternehmen und Privathaushalten begründet. Das für die Zinsen benötigte Geld existiert schlichtweg nicht und somit haben Unternehmen keine andere Wahl, als die stets steigende Zinslast über ihre Preise weiterzureichen, wenn sie überleben wollen. Und selbst wenn es hier und da ein vereinzeltes Unternehmen gibt, das nicht verschuldet ist, so muß es den exponentiell steigenden Zinsanteil in den Preisen der Vorlieferanten oder beauftragter Dienstleister dennoch weiterreichen. Der Staat hingegen ist auch verschuldet und somit gezwungen, Ausgaben zu senken, Staatseigentum zu verkaufen, sich noch mehr zu verschulden sowie Steuern und Abgaben, insbesondere auf Produkte jedweder Art, zu erhöhen.

    Es ist nur schwer abzuschätzen, wie hoch der Zinsanteil (nicht zu vergessen den Steueranteil, der zum Großteil in die Bedienung von Zinszahlungen auf Staatsschulden fließt) in einem Endprodukt oder einer Dienstleistung ist, aber er muss gewaltig sein!

  10. Goldi says:

    Ganz genau. Der Zins ist IN DIESEM Papiergeld-System schädlich, weil die Politiker eine Bereinigung nicht zulassen (müssen, wollen, können), welche für die Vermögensbesitzer ihre Zinseinkünfte regelmässig beschneiden würde (Totalverlust, Kreditausfall).
    Zins ist die Entschädigung für Ausfallrisiko (Bonitätsprämie), Zeitpräferenz (Liquiditätsprämie, Eigentumsprämie) und Opportunitätskosten (entgangener Gewinn bei anderweitiger Investition). Es gibt verschiedene Zinstheorien.
    Da im jetzigen System der Staat, d.h. die Bürgergesamtheit für viele Kapital-Verluste geradesteht (z.B. bei Bankinsolvenz “Die Sparguthaben sind sicher, die Renten sind sicher” – es ist in diesem Kommentar nicht möglich, vertieft darauf einzugehen. Als Stichworte seien erwähnt: Pensionskassen, Sparguthaben, Wiederwahl, Bankrun usw.), “entfällt” das Ausfallrisiko (vorerst), wodurch der Markt verzerrt wird. Ebenso wird der Zins beschnitten durch (allenfalls indirekten) Aufkauf von Staatsanleihen durch die Zentralbanken. Ganz abgesehen davon, dass die Zentralbanken mit dem Leitzins die Zinsen monopolisieren, also verzerren. Dadurch entstehen Blasen, welche früher oder später platzen, wonach die Zentralbanken wiederum eingreifen und andere Blasen aufpumpen. Das hat nun etwa 40 Jahre so geklappt. Die Ersparnisse sind verkonsumiert statt investiert, die Vermögen konzentriert und das System am Ende.
    (PS: Das Fractional-Reserve-System tut sein übriges, welche Problematik ich an dieser Stelle aber weglasse.)
    Da dieses System auf Kredit aufgebaut ist – Geld entsteht nur durch Kredit -, können die Schulden NIEMALS zurückgezahlt werden. Dies gilt umso mehr im bestehenden Fractional-Reserve-System. Sklaverei lässt grüssen.

  11. üff says:

    sehr guter Artikel!Aber ich verwehre mich dagegen alles Übel dieser Welt auf die Finanzmärkte oder Zins und Zinseszins zu schieben.Zins ist ein Anreiz Geld zu verleihen-Geld das oft benötigt wird um Ideen zu verwirklichen ,die bestehende Probleme lösen oder Menschen helfen können.Ohne den kapitalistischen Grundgedanken fehlt dem Menschen (weil er nun mal ist wie er ist)der Anreiz etwas zu leisten oder zu verbessern.Bitte versteht mich nicht als Verfechter der momentanen Weltordnung oder Geldsystemes(es läuft momentan wesentlich mehr falsch als richtig und es wird kippen)aber nur auf die bösen Zinsen,Herrn Ackermann,Blankfine,Geitner usw schimpfen ist dann doch ein bischen naiv!

  12. Goldi says:

    Ich finde zwar die Arbeit der Büso achtenswert, habe allerdings Mühe mit Staatsgeld (Kreditsystem, wie sie sagen) und damit, dass sie mit diesem Kreditsystem Infrastruktur bauen wollen:
    - Staatsgeld: Diese Macht wird immer missbraucht, wie die Geschichte zeigt.
    - Kreditsystem: Unser Geldsystem besteht bereits aus Kredit.
    LaRouche: “dem amerikanischen Verfassungssystem kann dann der nötige Kredit – nicht Geld! – aufgebracht werden, um schon im Oktober mit den Arbeiten (…) eines Kreditsystems, behandelt Geld ausschließlich als Kredit. Deswegen sage ich, wir müssen ein Kreditsystem errichten”
    Das funktioniert so nicht. Auch dieser Kredit wäre nicht gedeckt, wie die jetzigen Kredite resp. das jetzige Geld nicht gedeckt sind. Die FED gibt dem Finanzdepartement Kredit, worauf das Finanzdepartement wiederum der FED Kredit gibt – so läuft das derzeit. (Die FED kauft wertlose Zettel von den Banken, hinterlegt diese beim Finanzdepartement, worauf das Finanzdepartement der FED wiederum Kredit zubilligt – d.h. Staatsanleihen übergibt. So kann die FED die Bilanz entlasten, sonst wäre sie längst bankrott. Und das Finanzdepartement stellt überdies Staatsanleihen aus, damit es von der FED Kredit, d.h. Geld erhält, um seine Ausgaben zu tätigen. Ein Circulus vitiosus.)
    In einer Volkswirtschaft kann Infrastruktur nur dann (“inflations”frei) gebaut werden, wenn das nötige Geld gespart wurde. Wird einfach Kredit geschöpft dafür, steigen die Preise, weil mehr Geld auf dieselbe Menge an Angebot von Gebrauchs- und Verbrauchsgütern trifft – die Infrastruktur-Arbeiter benötigen keinen Kredit, sondern Geld zum Einkauf. (Wohlan, auch Arbeitslosengeld ist nicht “inflations”neutral – die Arbeiter haben weniger zur Verfügung für Konsum, währenddem die Arbeitslosen mehr zur Verfügung dafür haben, womit mehr Waren zu höheren Preisen nachgefragt werden. Es muss also nachträglich “gespart” resp. bezahlt werden.)
    Abgesehen davon habe ich mit der Büso das Problem, dass sie Roosevelt verherrlichen und auch ansonsten Geschichtsklitterung betreiben.
    Aber: Wie gesagt, ich habe Achtung vor ihrer Arbeit und finde, ihre Argumente sind immerhin diskussionswürdig.
    Wo sie recht haben, ist das unabdingbare Trennbankensystem. Aber das jetzige System ist sowieso bereits jetzt hoffnungslos und unrettbar bankrott. Irgendwer wird die Rechnung begleichen müssen.

  13. Kevin says:

    “Auch in einen anderen Geldsystem wären derartige Spekulationen möglich wenn auch in geringerem Umgfang.
    Dass der Staat die Banken retten “musste” hängt übrigens auch mit deren Deregulierung zusammen.”

    Na dafür hätte ich doch bitte eine Erklärung. Wie wollen Spekulanten denn bitte in einem Geldsystem manipulieren in dem kein Geld einfach so gedruckt werden kann. Sie wären innerhalb kürzester Zeit pleite. Das ginge wirklich nur in ganz geringem Umfang.

    Und dann bitte auch mal die Deregulierung beschreiben die gemacht wurde.

    Der wichtigste Schritt ist vor allem ersteinmal die Druckerpressen abzuschaffen. Nie würde die PDV in dem heutigen System alles deregulieren.

    Der Grund warum sich die Österreichische Schule sich bestätigt fühlt ist, dass die Finanzkrisen von dieser schon 1920 – 1930 vorausgesehen wurden. Denn Hayek und Mises wussten wo dieser Raubtierkapitalismus hinführt der nur wenige begünstigt. Es ist aber Zeit für einen gesunden Kapitalismus und da muss die Grundlage stimmen und das ist das Geld.

    Und für mich ist es nicht schwer vorstellbar, dass sehr viele Probleme allein durch das Geldsystem abnehmen. Es ist wie eine Krankheit. Eine Ursache viele Symptome. Heilst du die Ursache verschwinden die Symptome. Natürlich ist nichts perfekt, aber so wie es heute ist will ich es meinen Kindern nicht hinterlassen! Und die Österreichische Schule ist die beste aller momentan existierenden, anwendbaren Theorien.

  14. Goldi says:

    @ Thor
    Und nun noch ein kurzer Kommentar zur “unsichtbaren Hand”.
    Wenn eine Goldwährung (Goldstandard) besteht, kann ein Staat, wie z.B. Griechenland, nicht dauernd über seine Verhältnisse leben, also nichts produzieren und nur importieren, weil sonst das Gold aus dem Land abfliesst. Folglich wird der Staat gezwungen, selbst zu produzieren. Seine Währung fällt und seine Produkte werden dadurch konkurrenzfähig.
    Ebensowenig kann ein solcher Staat unbeschränkt Geld drucken und damit seine Bürger enteignen und die eigene Macht ausweiten.
    Des weiteren werden, weil Subventionen praktisch verunmöglicht werden, die Märkte nicht verzerrt und Knappheiten angezeigt, sodass diese automatisch behoben werden.
    Es würde zu weit führen, diese Gegebenheiten hier im Detail auszuführen. Verleugnen lassen sie sich jedoch nicht. Literatur besteht darüber genügend.

  15. Goldi says:

    “Spekulation ist leitungsloser Gewinn (oder Velust) nicht arbeitsloser Gewinn.”
    Du meinst sicher leistungslos, nicht leitungslos?;-) Nun, wenn man spekuliert, LEISTET man einen Einstand, sei dies nun ein Margin oder die volle Kaufsumme. Aber zu arbeiten braucht man nicht dafür. Aber das ist Haarspalterei.
    “Also diesen Begriff von “Wahrheit” verwende ich nicht.”
    Wer den Unterschied zwischen Wahrheit und Unwahrheit nicht macht, muss schon ziemlich abgestumpft sein. Ich habe absolut nichts gegen Dirk Müller. Aber wer selbst von – leistungslosen oder arbeitslosen (darfst wählen) – und genau wegen diesem Geldsystem praktisch risikolosen Gewinnen lebt, kann das System nicht angreifen, ohne sich selbst unglaubwürdig zu machen. (So wie ich Müller einschätze, ist er sich dessen noch nicht mal bewusst.)
    Auch ich habe nichts gegen Spekulation, weil das ganze Leben Spekulation ist: z.B. wenn ich Geld zurücklege, spekuliere ich ja darauf, dass es nicht wertlos wird und wenn ich keine Vorräte anlege, spekuliere ich darauf, dass ich auch morgen noch einkaufen gehen kann usw..
    Wo aber ein Geldsystem so ausgestaltet ist, dass man WEISS, dass der Markt, weil Geld gedruckt wird, steigen muss, sind die Gewinne risikolos. Da kann man nicht davon leben und gleichzeitig sich echauffieren über das System, ohne seine Glaubwürdigkeit einzubüssen. Das hat mit Wahrheit und Aufrichtigkeit nämlich nichts zu tun.

  16. lol says:

    nersättlichen Banken und Hedgefonds die Gelder, mit denen sie ,gerettet’ werden, keineswegs als Kredite an die Realwirtschaft weitergeben, sondern sie stecken sie in die Spekulation mit Rohstoffen und Nahrungsmitteln. So berichtet die französische Zeitung Les Echos, daß 2010 tatsächlich ,ein gutes Jahr’ gewesen sei, und zwar für den Derivatehandel mit Rohstoffen. So stieg das Volumen an ,Optionen’, die am Chicago Board of Exchange (CBOE) 2010 gehandelt wurden auf 4,4 Millionen – ein Anstieg von 279% gegenüber 2008! Und am Chicago Mercantile Exchange (CME), dem größten Börsenplatz für Nahrungsmittel-Spekulation, wurden sogar 12,2 Millionen Kontrakte abgeschlossen – ein Anstieg von 19% gegenüber 2009! Und das Lebensmittel-Kartell Cargill berichtet von einem Profitanstieg von 74% im ersten Halbjahr 2010.

    Nun habe ich vom UN-Rapporteur für Nahrungsmittelrechte, Olivier de Schutter, erfahren, daß die Nahrungsmittelpreise bereits wieder auf das Niveau von 2008 gestiegen sind, und dieses Mal nicht 40, sondern 80 Staaten von Hungerrevolten bedroht sind, weil Nahrungsmittel zu knapp oder zu teuer sind. Und nun sind wegen gestiegener Nahrungsmittelpreise schon Aufstände in ganz Nordafrika ausgebrochen: in Algerien, Marokko und Tunesien, wo sogar der Präsident verjagt worden ist! Jetzt spitzt sich die Lage auch in Ägypten und Jordanien zu. Wo soll das enden?

    für marco
    von alleine verebben? nichts geht von erleine und das ist nun mal so…ist so…

  17. Goldi says:

    Lieber Thor
    „Das was Du hier sagts mag zwar durchaus stimmen aber es ist m.E. nicht das alleinige Problem.“
    Das, was ich hier sage, stimmt 100 %. Wären die Menschen voll Nächstenliebe, sie bräuchten überhaupt kein Geld, hätten sie Gottvertrauen auch nicht. Aber das ist Utopie.
    Die Österreichische Schule berücksichtigt die Gier der Menschen und ist ein ganz anderes Konzept als das jetzige System und deshalb überhaupt nicht vergleichbar. Ich sage nicht, dass die Österreichische Schule das A und O ist. Sie gibt sich nur nicht der Utopie hin, dass ALLE Menschen so selbstkritisch und bescheiden sind oder werden und lehrt deshalb das, was DENKBAR ist. Mit Gold und Silber als Währung wären Kriege nicht finanzierbar: Die beiden Weltkriege hätten mangels Geld nach wenigen Wochen eingestellt werden müssen. Deshalb wurde eine Golddeckung der Währungen anlässlich von Kriegen IMMER aufgehoben. Eine Inflationierung der Währung – und damit eine hinterlistige, betrügerische Enteignung der Bürger – ist mit einer Golddeckung nicht möglich. Papiergeld hingegen führt IMMER zum Kollaps mit entsprechend gravierenden Folgen.

  18. Thor says:

    Spekulation ist leitungsloser Gewinn (oder Velust) nicht arbeitsloser Gewinn. Also diesen Begriff von “Wahrheit” verwende ich nicht. Ich bin jetzt nicht der linke Moralprediger der jede Art von Spekulation verurteilt. Sicher sind adere Leute die Leistungsträger. Aber bei der Spekulation kann man gewinnen und verlieren, jeder der Aktien, Derivtate, Edelmetalle etc. kauft weiß das und in so einen Markt gehen die Gewinne der Schlauen auf die Verluste der Dummen, bzw. bei Aktien natürlich auch auf Kosten der erfolgreichen Betriebe die eben von den Aktionären finanziert sind, ähnlich wie beim Zins mit dem Unterschied, dass es keinen Rechtsanspruch auf Gewinn dabei gibt und bei Aktien eben keine Zinseszinsproblematik anfällt.
    Ihr seht also, ich habe nicht generell was gegen Markt und Kapitalismus gegen eine marktradikale Ideologie (wo die angeblich “unsichtbare Hand” automatisch die Lösung ALLER Probleme bewirkt).

  19. Thor says:

    @ Andre:

    Früher wurde in IK-TV Sendungen tatächlich Gold und Silber empfohlen und “Cheffe” würde ich nicht als Sozialisten bezeichnen, jeden Staatseingriff als sozialistisch zu bezeichnen ist Unsinn.

    @ Goldi:

    Das was Du hier sagts mag zwar durchaus stimmen aber es ist m.E. nicht das alleinige Problem. Auch in einen anderen Geldsystem wären derartige Spekulationen möglich wenn auch in geringerem Umgfang.
    Dass der Staat die Banken retten “musste” hängt übrigens auch mit deren Deregulierung zusammen. CDS und andere gefährliche Derivate wurden in den 1990ern mit den neoliberlaren Reformen erst erlaubt. Genau diese CDS-Derivate waren es die möglicher weise das ganze System hätten zusammenbrechen lassen wenn ein großer CDS-Player pleite gegangen wäre.
    Somit hatten die Banken erst das entprechende Potential die Regierungen damit zu erpressen.
    Es mag durchaus sein, dass ein Teil der Probleme durch falsche oder zum Teil zu viel Regulierung gekommen sind, daraus zu schliessen, dass man aber jetzt totale Deregulierung die Lösung ist ist nun sehr naiv, da andere Teile der Probleme eben von zu wenige Regulierung herühren. Genau hier schlägt die selektive Wahrnehmung zu, das ist genau der Grund warum sich Marxisten und Radikal-Liberale in ihren gegenteiligen Weltbildern durch die selbe Krise bestätigt fühlen.

  20. Andre says:

    Also ich find Dirk Müller wechselt seine Meinung so wie seine Unterwäsche. Auf dem Kongress der unabhänigen medien erzählt er wie es wirklich ist und den nesten Tag erzählt er nur Halbwahrheiten in der Bildzeitung. Und jetzt wird er fast in jeder Sendung beim ARD und ZDF eingeladen das heist doch für mich das er genau auf der Linie vom Mainstream ist und sie sich keine sorgen machen brauchen das er mal die Wahrheit ausspricht. Also ich hab in den letzten 5 Infokrieg sendungen nicht einmal ihrgenwelche gold empfelungen gesehen. Da kannst du ja mal auf Infokriegernews schauen dort kannst du dir dann Sendungen reinziehen die gezielt zum goldkauf aufrufen. Und Cheffe ist auch noch jemand der meint Sozialismus wäre die Rettung.

  21. marco says:

    ist es wahr das es immer noch akzepanz gibt für die vergiftung der übermenschlichen anahme das nach der seelenreinigung die gifte des körpers von alleine verebben?

  22. Goldi says:

    …und wenn Du meinen obigen Kommentar gelesen hättest, wüsstest Du, dass Dirk Müller, der sein Geld mit Spekulation – also arbeitslosem Gewinn – macht, nicht mit der Wahrheit ist…

  23. Goldi says:

    Hallo Thor
    Du hast anscheinend nicht verstanden, dass es sich um ein ganz anderes Geldsystem handelt, das hier besprochen wird. Nicht dieses zentralbankgesteuerte Papiergeldsystem. Und diese obige Aussage hast Du in Deiner Wut schlicht und einfach grosszügig überlesen:
    “Aber so Gott will haben wir den Finanzminister Wolfgang Schäuble, der so gütig war, die sich verspekulierenden Banken zu retten, damit diese immer weiter machen können wie bisher, damit der Kapitalismus pervertiert wird. So werden auch immer mehr sinnlose und verlustbringende Terminkontrakte gehandelt, die tatsächlich das Potential haben, Preise nach oben zu treiben. Für Verlust bürgt ja der Steuerzahler.”
    Gruss

  24. Thor says:

    Hier noch mal ein link wo Dirk Müller diese Aussagen der “Süddeutschen” gesagt hat:

    http://www.sueddeutsche.de/geld/crashkurs-spekulieren-mit-rohstoffen-toedliche-geschaefte-1.484899

    Sorry wegen der Rechtschreibfehler, ich war halt tief verärgert!
    Dass natürlich Zentralbanken und Bankenrettung das Hauptproblem sind, streite ich nicht ab, aber diese als monokausele Erklärung für alle Probleme der Welt nehmen, halte ich nicht für richtig.

  25. Thor says:

    Sorry, bei der immer stärkeren Turbo-Kapitlistichen Propaganda kann ich Infokrieg NICHT mehr empfehlen! Ich muss es sogar ablehnen.
    Jetzt wird schon geschrieben eine solche Regulierung würde Menschen töten, was für eine unglaubliche Verdrehung! Dirk Müller beschrieb in seinen Buch “C(r)ashkurs, das die Spekultation mit Nahrungsmitteln weltweit verboten gehöre, da Spekulanten den armen Leuten ihre Nahrung wegkaufen würden um ihnen teurer zu verkaufen hinterher.
    Reis verdirbt nicht so schnell, den kann man sehr wohl in Lagerhallen horten und ist gerade in armen Ländern das Lebensmittel Nummer 1. Dirk Müller beschreibt sehr wohl wie Lebensmittel durch Spekulation in die Höhe schiessen und wie unmoralisch eine solche Spekulation ist.
    Außerdem ist IK-TV einer der Seiten die Gold und Silber empfiehlt und auch berichtet wie an der Comex eben diese beiden Metalle gezielt nach untern manipuliert werden. Die ganze EM-Szene fordet Begrenzuneg der Shorts. Ich finde es abartig Schitzophren einerseits aus exremem lieberal-kapitalistischer Ideologie eine Regulierung von Nahrungsspekulation streng mit zum Teil polemischen Mitteln abzulehnen, anderseits wo man selbt bertroffen ist mit Gold und Silber Obergrenzen für Short-Selling bzw. eine Verbot von Naked-Short-Selling zu fordern. Die Erklärungen warum eine Regulierung der Spekulation von Lebensmitteln so böse sind ist sicher selektiv. Früher gab es doch auch keine Futures und trotzdem hat der Handel funktioniert.

  26. Goldi says:

    Nun, ich denke, es ist zu einfach, einer Gegebenheit – dem Zins – die Schuld zu geben. Der Zins kann nichts dafür, dass er Zins ist und heisst.
    Klar wollen die Geldvermögen – nicht bloss der Reichen, sondern auch der ganz normalen Sparer, der Riesterer und der Lebensversicherten – verzinst sein. Wieso? Weil die Sparer usw. das wollen in ihrer GIER, also im weiteren Sinn dem Egoismus, der Angst um die Zukunft usw.! Ebenso geben die Bürger mit ihrer GIER den Politikern, den Bankern, den Versicherungskonzernen, Fondsverwaltern usw. ihre Souveränität ab: Die Politiker versprechen Gratisleistungen – welche sie, selbstredend, jemandem wegnehmen müssen – und kaufen sich so ihre Stimmen. Die Banker und Versicherungsfritzen versprechen Rendite – um so das Geld der Bürger einzusammeln und gute Boni und Provisionen einzustreichen. Und der Bürger erwartet Gratisleistungen von wo auch immer sie kommen mögen. Von da her kommt die Macht dieser Leute. Sie brauchen nur etwas zu versprechen – und schon jubeln die Bürger ihnen zu.
    Also müssen sich die Bürger an der eigenen Nase nehmen. Aber das hören sie nicht gerne, wollen sie nicht hören und verachten oder verteufeln denjenigen, der es ihnen sagt, weil sich niemand gerne den Spiegel vorhalten lassen möchte. Somit sucht man Schuldige und findet sie dann schnell: Der Zins, die Banker, die Politiker, die Reichen, die Versicherungsfritzen usw..
    Und genau diese Gier hat in den letzten 200 Jahren schätzungsweise einer halben Milliarde Menschen das Leben frühzeitig beendet: Vielleicht 200 Millionen durch Kriege und vielleicht 300 Millionen durch Hunger – wer kennt, ja, wen interessiert schon die genaue Zahl und das Leid, wo doch die Rendite wichtig ist?
    Es ist halt einfacher, einer Sache oder jemand anderem die Schuld zu geben, als sich selbst einmal zu hinterfragen. Solange das die Bürger nicht tun, werden sie die einen Politiker vielleicht stürzen, nur um dann andere an die Macht zu bringen, die ihnen wieder etwas versprechen…
    Und so läuft die Geschichte weiter – und die einen schlagen den anderen den Schädel ein, währenddem die anderen verhungern. Wie bringt man die Leute zur Selbsterkenntnis, das ist hier, heute und seit Jahrhunderten die – unmögliche und unerwünschte – Frage…

  27. Tony Ledo says:

    @ Goldi – das stimmt. Die ‘Bürger’ waren es auch, die sich über den Kragen hinaus verschuldet haben und dachten “ja toll, wenn das so ist, dann belaste ich meine Hypothek gleich dreimal”. Auch konnten viele gar nicht warten, z. Bsp. endlich die heissen Lehmann-Zertifikate zu bekommen, wegen der Super-Rediten und nun flennen sie auf Lehmann-Opfer-Stammtischen herum …

    Es ist der Zins durch die zur Geldschöpfung notwendigen Verschuldung, der die Staaten zum Wachstum ihres BIPS zwingt, die Schulden, die Unternehmen machen, und der Zins, den sie zahlen müssen, der sie zum Wachstum und damit zur Produktion kurzlebiger Waren veranlasst, Waren, die uns zu überschwenmmen drohen, und die niemand wirklich braucht, die aber Umwelt und Menschen mehr und mehr zerstören.

    Der Punkt ist nur, dass das von Eliten erkannt ist und das in einer NWO deswegen eine rigorose Planwirtschaft das Wahrscheinlichste sein wird. Die Währung wird, so ist zu vermuten, als Anrechtsscheine auf Verbrauchsgütern zuzurechnende CO2-Raten auf die Tische kommen ….

  28. tom says:

    neuestes von der front in bayern:letzte woche gab es noch 1 liter rapsöl für 95-99 cent. seit dieser wochen sind wir auf 1,39. das sind 40% mehr. dem normalem lebensmitteleinkäufer fällt das nicht auf und das macht sich auch nicht so bemerkbar.
    raps ist allerdings auch ein treibstoff, wird biodiesel und wird auch dem normalem diesel in dieser form zugemischt.
    es steckt also da mehr dahinter. wer dahinter steckt? keine ahnung, aber ich bin der meinung, das war der startschuss für die inflation, die schon länger vorrausgesagt wird…

  29. Goldi says:

    “Sollten die Banken ein Oligopol (mit gegenseitigen Absprachen) bilden und Spekulationen unter Ausnutzung des im Geschäft üblichen Herdentriebs lenken”
    Das machen sie sowieso – und die Politiker sind ihre Lakaien.
    Die grossen Banken gehören ohnehin zerschlagen, ja, die ganze Gelddruckerei gehört verboten als das, was sie ist: Betrug.
    Wieso steigen die Lebensmittelpreise? Weil die (Zentral-)Banken Geld drucken. Mit der ganzen Diskussion um die Spekulation lenkt man bloss davon ab, um die Schuldigen zu schützen: Die Politiker, die Zentralbanker, die Banker. Aber das System ist so ausgelegt, dass die Geldmenge steigen MUSS. Statt dass man das Geld den Bedürftigen gibt, verteilt man es den Bankern. Aber ganz abgesehen davon, würde auch das nichts nützen, sondern einzig eine Systemumstellung. Und die wird kommen – und die Bürger werden wieder zahlen, damit die Obenhocker oben bleiben und befehlen. Aber die Bürger wollen das ja anscheinend (oder merken es nicht, oder wollen es nicht merken), sonst hätten sie sich ja längst gewehrt. Dann kommt die Standardausrede: “Man kann ja doch nix machen”. Also braucht man keine Schuldigen zu suchen, sie sind bekannt: die Bürger selber! Sie bringen ihr Geld auf die Bank in der Hoffnung, dass es für sie arbeitet.

  30. Tony Ledo says:

    Das mag schon richtig sein, dass Spekulationen auf Agrarrohstoffe auch ihren Sinn haben, aber es ist ebenso Tatsache, dass zusammen mit Morgan Stanley und JP Morgan Goldman Sachs seit einiger Zeit dabei ist, ein Netz zu spinnen, um die Bereitstellung von Grundlebensmitteln und anderen Rohstoffen besser kontrollieren zu können. Im Boot sind auch die Barclays Bank und Deutsche Bank. Es geraten über Beteiligungen und Direktinvestitionen große Lagerhalter in die Hände der Banken, die dann durch Hortung großer Mengen, etwa an Weizen, künstliche Mängel kreieren, um dann auf Preisanstiege spekulieren zu können.

    Die Preise von Agrarrohstoffen schwanken stark wegen des Wetters und wegen sozialer Unruhen, daher sind derzeit die Absicherungsgeschäfte der Lebensmittelkonzerne eher kurzfristiger. Im Durchschnitt liegt der sogenannte Hedging-Zeitraum bei zwölf bis 18 Monaten. Bei Energie und Industriemetallen sichern sich Firmen bis zu zehn Jahre im Voraus ab.

    Sollten die Banken ein Oligopol (mit gegenseitigen Absprachen) bilden und Spekulationen unter Ausnutzung des im Geschäft üblichen Herdentriebs lenken, sind sie es am Ende auch, die von dramatischen Wetterlagen, Feuern und Unruhen am meisten profitieren. Man weiss noch nicht einmal, ob eine Regulierung, wei sie Frau Augner vorschlägt, nicht die großen Banken bevorzugt….

  31. Goldi says:

    Genau – und damit sie noch ein bisschen schneller verhungern, muss man noch Klimasteuer auf Fleisch und Milch einfordern:
    http://www.mmnews.de/index.php/etc/7182-klimasteuer-auf-fleisch-und-milch
    Wenn irgendwo in den Medien von Forschern oder Experten gesprochen wird, kann man zu 100 % davon ausgehen, dass etwas erreicht werden soll. Wieso spricht man stattdessen wohl nicht von Politikhuren? Weil die Medien ach so frei und nobel sind und ihnen nicht auffällt, wenn auch andere sicher verhuren…

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