Niederländischer Autor des anti-islamischen Internet-Films Fitna ein israelischer Agent?Persönliche Treffen mit Sharon und Olmert sowie Mossad-Kontakte laut eigenem Bekunden
Alexander Benesch infokrieg.tv 12.04.08
Der
niederländische Politiker Geert Wilders, der kürzlich für Aufruhr
sorgte mit dem populistischen anti-islamischen Film '"Fitna", hat nach
eigenem Bekunden gute Kontakte zum israelischen Geheimdienst
Mossad, traf sich persönlich mit Ariel Sharon sowie Ehud Olmert und
wollte ursprünglich nach Israel auswandern. Anfang 2006 gründete
Wilders die "Partij voor de Vrijheid", welche bei den niederländischen
Parlamentswahlen am 22. November 2006 auf Anhieb 5,9 Prozent und neun
Sitze im Parlament erhielt. Er wurde im Jahr 2007 von der
öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt Nederlandse Omroep Stichting zum
„Politiker des Jahres“ gewählt, seine Wahl wurde damit begründet, dass
er die „politische Diskussion beherrsche“ und „die Debatte an sich
ziehe“. Der
angeblich freiheitsliebende Politiker arbeitet jedoch seit langem
darauf hin, durch eine breite Panikmache die Zustimmung für neue
Gesetze zu vergrößern, welche die Freiheit für alle Bürger massiv
beschneiden würden. In
einem Zeitungsinterview im Februar 2007 sagte er, Muslime, die in den
Niederlanden leben wollten, müssten die Hälfte des Korans rausreißen
und wegwerfen, weil darin „schreckliche Dinge“ stünden, und den
Propheten Mohammed würde er „als Extremisten … aus dem Land jagen“,
lebte dieser noch. Am 8. August 2007 forderte Wilders in einem Leserbrief an de Volkskrant ein
Verbot des Korans in den Niederlanden. Er bezog sich dabei auf eine
Rede der italienischen Islamkritikerin Oriana Fallaci, die die Existenz
eines „gemäßigten Islam“ bestritt und die These vertrat, islamistische
Gewalt sei nicht Folge eines Missbrauchs dieser Religion, sondern leite
sich unmittelbar aus dem Koran ab, der deshalb mit Adolf Hitlers
Grundlagenwerk Mein Kampf zu vergleichen sei. Wilders schloss daraus,
dass der Koran zu verbieten sei, da er „Muslime in verschiedenen Suren
dazu aufruft, Juden, Christen, Andersgläubige und Nichtgläubige zu
unterdrücken, zu verfolgen oder zu ermorden, Frauen zu schlagen und zu
vergewaltigen und mit Gewalt einen weltweiten islamischen Staat zu
errichten“. Infolgedessen müssten die Niederlande das „faschistische
Buch“ Koran verbieten und für Muslime einen Einwanderungsstopp
verhängen. Außerdem erneuerte er die nach seiner Wahl ins Parlament
bereits von ihm aufgestellte Forderung, den Bau weiterer Moscheen im
Lande zu verbieten. Am 28. November 2007 gab Wilders in der Tageszeitung De Telegraaf bekannt, an einem kritischen Kurzfilm über den Koran
mit dem arabischen Titel Fitna (zu deutsch etwa: Zwietracht, Aufruhr,
Heimsuchung) zu arbeiten, der Ende Januar 2008 im niederländischen
Fernsehen ausgestrahlt werde. Es fand sich aber kein niederländischer
Sender, der ihn ausstrahlen wollte. Seither beschränkte sich Wilders
auf Andeutungen und stellte in Aussicht, der Film würde „demnächst im Internet“ gezeigt werden. Daraufhin sperrte Network Solutions, der Hosting Provider Wilders' am Karsamstag dessen Webseite.
Die Minister Ernst Hirsch Ballin (Justiz), Guusje ter Horst (Innen) und
Maxime Verhagen (Außen) wiesen Wilders auf die Folgen hin, die der Film
nach sich ziehen könnte. Einem Bericht des Telegraaf vom 16. Januar
2008 zufolge äußerte der Großmufti von Syrien, Ahmad Badr al-Din
al-Hassoun, in einer Rede im Europäischen Parlament schon die
Befürchtung, der Film könne zu „Gewalt und Blutvergießen“ führen,
insbesondere, wenn in dem Film der Koran verbrannt oder zerrissen
werde. Am Karsamstag, 22. März 2008, kam es in Amsterdam zu einer
Demonstration gegen eine Veröffentlichung des Films. Nach
Polizeiangaben nahmen etwa 1.400 Personen an dieser Demonstration teil,
während die Veranstalter hofften, „mehrere Tausend“ würden ihrer Aufforderung zur Demonstration folgen. Der Film wurde am 27. März 2008 auf der Internetseite „LiveLeak“ veröffentlicht, dort aber nach einem Tag gelöscht, weil bei dem Internetportal, eigenen Angaben zufolge, Morddrohungen eingegangen waren. Wilders
wird primär als klassischer "Rechtspopulist" bezeichnet, jedoch zeigen
seine Beziehungen zu Israel, dass es sich bei ihm eher um einen sog.
"Agent Provocateur" (provozierender Strohmann) Israels handelt: In den
vergangenen 25 Jahren hat Geert Wilders Israel rund 40 Male besucht, wo er nach eigenen Angaben Ariel Sharon sowie Ehud Olmert persönlich getroffen hatte. Er sprach auch von guten Verbindungen zu Israels Geheimdienst Mossad. Wilders wollte sogar einst nach Israel auswandern, er arbeitete dort in Brotfabriken und sogenannten Moschavs. 2003 sagte er:
"In
den vergangenen Jahren habe ich viele interessante Länder
kennengelernt, von Tunesien über die Türkei, von Zypern bis Iran, aber
nirgends habe ich dieses besondere Gefühl der Solidarität das ich jedesmal bekomme, wenn ich einen Fuß auf den Boden des israelischen Ben-Gurion-Flughafen setze."
In
seinen acht Jahren im niederländischen Parlament hat Wilders immer
Israel unterstützt und Länder angegriffen die er als Feinde Israels
betrachtet. 2005 schlug er vor, Israels Gesetz für Verhaftungen
ohne Anklagen oder Beweise in den Niederlanden umzusetzen. Zu seiner
Zeit als Mitglied der "Volkspartei für Freiheit und Demokratie" hatte
er einen Mitarbeiter der direkt von der israelischen Botschaft
stammte. Der deutsche Journalist und Autor Henryk Broder,
Befürworter des Irakkrieges (der inzwischen über 1 Million Tote
gefordert hat) und praktizierender Inquisitor gegen jede vermeintliche
Form des Antisemitismus, kam dann auch prompt Wilders zu Hilfe. Broder
verurteilte die Bezeichnung Wilders als Rechtspopulist als
"diffamierend" und nannte die Kritik am Film Fitna eine vorauseilende Appeasement-Politik. |