Russland setzt Neokonservative Schachmatt Kurt Nimmo Infowars August 21, 2008
Wie
es scheint vergeudet Russland kaum Zeit damit, auf die Provokation der
Neokonservativen zu reagieren, welche darin besteht, einen
Raktenschild in Redzikov (baltische Küste Polens) bauen zu wollen.
Russland hat nun den Flugzeugträger Admiral Kuznetsov an den syrischen
Hafen Tartus gesendet. Laut DEBKAfile verließ
die Admiral Kuznetsov neben Russlands größtem Raketenkreuzer Moskva und
mindestens vier Nuklear-U-Booten Murmansk am Barent-See am 18 August
2008. Am Hafen Sochi (Schwarzes Meer) sagte der syrische Präsident
Bashar Assad am 21. August den Medien dass er es in Betracht
ziehe, der russischen Anfrage, Raketen in seinem Land zu stationieren,
zuzustimmen. Wie die arabische Zeitung "Asharq Al-Awsat" berichtete,
hoffe Bashar dass Moskau seine Zusammenarbeit mit den NATO-Staaten
einstellen würde.
"Er
wurde zitiert mit der Aussage, dass die israelischen Waffengeschäfte
mit der georgischen Armee den Kreml dazu bewegen müssten, die
militärische Allianz zwischen Russland und Syrien zu stärken",
berichtet die israelische Nachrichtenseite "YNet News". Bashar plant ein Treffen mit dem russischen Präsidenten Dmitri Medwedew. Laut BBC
steht eine beschleunigte militärische und technische Kooperation ganz
oben auf der Tagesordnung. An dieser Stelle sei angemerkt, dass
Russland vor der Verteidigung Südossetiens und Abchasiens sowie
vor der Unterzeichnung des US-polnischen Raketen-Deals den Vereinigten
Staaten versprochen hatte, weder dem Iran noch Syrien mit
fortgeschrittener Militärtechnologie auszustatten.
"Ich möchte meine Solidarität mit Russland bezüglich der Situation in Abchasien und Südossetien verdeutlichen",
sagte Assad der ITAR-TASS (russische Nachrichtenagentur).
"Wir begreifen den Kern des russischen Standpunktes und betrachten deren miltärische Reaktion als Antwort auf eine Provokation von georgischer Seite."
Assad fügte hinzu:
"Syrien strebte und strebt nach wie vor an, im Interesse der Weltsicherheit, seine strategischen Beziehungen mit Russland auszubauen,"
ein
offensichtlicher Bezug auf den Plan der Neokonservativen, Syrien, Iran
und Russland zu konfrontieren. Russland plant, Bodenraketen vom Typ
"Iskander" in Syrien und seiner baltischen Enklave Kaliningrad zu
installieren, wie Quellen bei DEBKAfile berichten. Wie im Laufe des
vergangenen Wochenendes berichtet wurde, besteht die Wahrscheinlichkeit
dass Russlands Kriegsschiffe, U-Boote und auch
Langstrecken-Bomber sowohl im Baltikum als auch im mittleren Osten mit
Nuklearsprengköpfen ausgerüstet sind. Laut DEBKAfile heisst es:
"Einer der Pläne auf den Tischen Moskaus ist die Schaffung großer Armee-, Marine- und Luftwaffenbasen in Syrien sowie die Freigabe fortgeschrittener Waffensysteme die dem Iran (das S-300 Luftverteidigungssystem) und Syrien (die nuklearfähige Iskander-Bodenrakete mit einer Reichweite von 200km) bis vor Kurzem vorenthalten wurden."
"Wir haben Syrien in diese Situation gebracht,"
sagte Knessetmitglied Yuval Steinitz von der Likud (israelische Partei) einem israelischen Radiosender am Donnerstag.
"Wir
müssen unsere Gespräche mit Syrien pausieren bis es aufhört, Moskau
aufzufordern Israels Feinde zu bewaffnen und bis [Damaskus
selbst] aufhört, Waffen an die Hisbollah zu liefern."
Einige Monate zuvor gaben Israel und Syrien bekannt, ihre Friedensgespräche
fortzusetzen. Russlands Schritt ist zumindest zum Teil eine Antwort auf
Israels Bewaffnung und Ausbildung des georgischen Militärs.
"Israel hat die georgische Armee bewaffnet,"
sagte der stellvertretende russische Stabsgeneral Anatoly Nogovitsyn letze Woche auf einer Pressekonferenz in Moskau. Jerusalem versorgte Tiflis mit "acht Typen militärischer Fahrzeuge,
Sprengstoffen, Landminen und Spezialsprengstoff zum Räumen von
Minenfeldern." Der stellvertretende georgische Verteidigungsminister
Batu Kutelia sagte zuvor:
"Georgische
(Stabs-)Unteroffiziere trainieren mit Deutschen, alpine Einheiten und
die Marine mit französischen Ausbildern und Spezial- und
Häuserkampfeinheiten mit israelischen,"
berichtete Noah Schachtman
für Wired am 18. August. In diesem Jahr schoß Russland mehrere
georgische Spionagedrohnen ab; Hermes 450 Aufklärungsflugzeuge die von
der israelischen Firma Elbit Systems produziert werden. Wie Infowars
und Prison Planet berichteten, ist der georgische Verteidigungsminister
Davit Kezerashvili eine ehemaliger Israeli der fließend hebräisch
spricht. Kezerashvili trug zur militärischen Zusammenarbeit zwischen
Israel und Georgien bei.
"Israels
Verteidigungsindustrie brachte es fertig, Georgien [Drohnen],
automatische Geschütze, gepanzerte Fahrzeuge, Flugabwehrsysteme,
Kommunikationssysteme und Granaten und Raketen zu verkaufen,"
sagte der frühere israelische Minister für Innere Sicherheit Roni Milo Ynet News.
"Israel
half bei der Aufrüstung sowjetischer Su-25 Kampfbomber georgischer
Produktion. Außerdem dienen ehemalige israelische Generäle als Berater
für das georgische Militär,"
heißt es laut "Jewish Week". Wie die Washington Post berichtet, lobte Bush am Mittwoch Georgiens vom NED organisierte "Rosenrevolution" während einer Ansprache bei einer Veranstaltung
der Gruppe "Veteranen ausländischer Kriege" in Orlando, Florida. Die
Einsetzung von Mikheil Saakaschwili durch das NED war "einer der
inspirierendsten Momente der Geschichte", so Bush.
"Georgien steht für Freiheit auf der ganzen Welt,"
sagte er.
"Nun muss die Welt für Freiheit in Georgien einstehen."
Bushs
"Freiheit in Georgien", welche die Schaffung eines vom IMF und der
Weltbank bis ins kleinste Detail gelenkten Außenpostens war, wird in
Zukunft weniger haltbar sein angesichts Russlands
"Plan, eine Langzeit-Präsenz innerhalb Georgiens und einer seiner abtrünnigen Republiken zu etablieren,"
wie der Chicago Tribune berichtet.
"Im
Falle einer Durchführung würde dieser Plan die Grenze zwischen Georgien
und Südossetien (welches sowohl Unabhängigkeit als auch einen kleinen
Teil Georgiens fordert) effektiv unter russische Kontrolle bringen."
Mit
der russischen Präsenz in Georgien und deren erneuten militärischen
Beziehungen mit Syrien hat der Plan der Neokonservativen, den Iran zu
konfrontieren und Russland einzukreisen, offensichtlich einen Dämpfer
erhalten. Es bleibt abzuwarten wie die Bush-Neokonservativen, die sich
in Windeseile auf den Gipfel ihrer Macht zubewegen, auf den neuesten
Schritt Russlands reagieren werden.
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