Laut
dem ehemaligen Vorsitzenden des Geheimdienstkomitees des Senats, dem
Großenkel von John D. Rockefeller und Enkel von Banker David
Rockefeller, namens Jay Rockefeller, repräsentiert das Internet eine
ernsthafte Bedrohung für die nationale Sicherheit. Rockefeller steht
nicht alleine da mit dieser Ansicht. Seine Einschätzung, dass das
Internet die "nationale Gefahr Nummer eins" sei, wird geteilt vom
ehemaligen Director of National Intelligence Mike McConnell sowie von Obamas derzeitigem Direktor Admiral Dennis C. Blair.
"Es
bringt einen wirklich beinahe dazu die Frage zu stellen, ob es nicht
besser gewesen wäre wenn wir das Internet niemals erfunden hätten,"
sinnierte
Rockefeller während der Anhörung zur Amtsbestätigung von Gary Locke
(siehe Video), Obamas Wahl für das Amt des Handelsministers. Er
zitierte dann die fragwürdige Zahl von drei Millionen Cyber-Attacken,
die jeden Tag gegen das Verteidigungsministerium liefen.
"Jeder
wird angegriffen, jeder kann es tun. Leute sagen: Naja, das sind China
und Russland, aber irgendein junger Mensch in Lettland könnte das
gleiche tun."
Die
Aussagen von Jay Rockefeller zeigen entweder einen verblüffenden Grad
der Uninformiertheit oder der Irreführung. Seit den Anschlägen des
elften Septembers erhöhte
die Regierung die Panimmache im Bezug auf Cyber-Angriffe und
sogenannten Cyber-Terrorismus, eine außerhalb der Gedankenwelt von Sicherheitsexperten
und Politikern beinahe nonexistente Bedrohung. Seit 9/11 wurde nicht
ein Fall von Cyber-Terrorismus gemeldet.
"Cyber-Attacken
auf wichtige Teile der nationalen Infrastruktur sind nicht
ungewöhnlich, aber sie wurden nicht von Terroristen durchgeführt und
sollten nicht die Art von Schaden hervorrufen die als Cyber-Terrorismus einzustufen wären,"
"Nuklearwaffen
und andere prekäre militärische Systeme, sowie die Computersysteme der
CIA und des FBI haben 'Luftbrücken', was sie für Hacker von außerhalb
unerreichbar macht.
Systeme
im privaten Sektor sind meist weniger gut geschützt, aber sie sind
Angriffen bei weitem nicht schutzlos ausgeliefert und albtraumhafte
Geschichten über ihre Verwundbarkeit sind zumeist größtenteils zweifelhaft."
James Lewis vom Center for Strategic and International Studies verlautbart:
"Der
Himmel stürzt nicht herab und Cyber-Waffen scheinen nur geringen Wert
zu besitzen für Angriffe auf die Macht des Landes oder für die
Einschüchterung von Bürgern,"
Sogenannte Cyber-Terroristen stellen eine weitaus geringere Gefahr dar als Regierungen:
China und Australien haben kürzlich drakonische neue Zensurmaßnahmen
eingeführt. Brasilien, Dänemark, Kanada, Finnland, Irland, Italien,
Israel, Großbritannien, die Vereinigten Staaten, Deutschland und viele
andere Länder führen ebenfalls eine Zensur der Internetfreiheit ein. Eine
weitere Bedrohung stellen die IT- und ISP-Konzerne dar. Große
ISP-Konzerne führen künstliche Limits für Datenverkehr ein und blockieren
bestimmte Webseiten. 2005 wurde AOL Time Warner dabei ertappt, den Zugang zu allen großen Webseiten von Alex Jones in den Vereinigten Staaten zu blockieren.
Weitere
Beispiele sind der ISP Tiscali in Großbritannien, dessen Kunden kein
Material über die Bombenanschläge von 7/7 erreichen können sowie
Googles anhaltende Zensur von Informationen über 9/11.
Mehrere
bekannte Zeitungen sind kürzlich pleite gegangen, die Einschaltquoten
der politischen TV-Sendungen fallen beständig und das Vertrauen in
die Massenmedien ist so gering wie noch nie. Je
mehr Leute ihre Informationen über das Internet beziehen, umso mehr
werden die Regierungen Angst einsetzen um das Medium als einen
Rückzugsort für Terroristen, Pädophile und andere Übeltäter zu porträtieren.
"die Zusammenfassung eines Vorschlags von den Senatoren Jay Rockefeller (D-W.V.) und Olympia Snowe (R-Maine), welcher
ein Büro des Beraters für nationale Cyber-Sicherheit schaffen würde;
Teil des Executive Office of the President. Dieses Büro würde die
Befugnis erhalten, 'wichtige' Computer-Netzwerke vom Internet abzukoppeln
wenn angenommen wird dass jene in Gefahr wären, von einer Cyber-Attacke
getroffen zu werden."