Internierungslager
in den USA: FEMA, Oliver North und REX84
Lager für
unbequeme Bürger gedacht, Vorbereitungen sollen den zivilen
Widerstand auffangen wenn die Verfassung planmäßig
außer Kraft gesetzt wird
31.
Juli 2006 Alexander
Benesch infokrieg.tv
Wie der
ehemalige Verteidigungsminister Donald
Rumsfeld und der ehemalige CENTCOM-Chef General Tommy Franks
ankündigten,
wird beim nächsten großen Terroranschlag in den USA
die Verfassung
außer Kraft gesetzt werden zugunsten einer
"militärischen Form der
Regierung". Da
natürlich zu erwarten ist, dass viele freiheitsliebende US-Bürger die
Errichtung einer
Militärdiktatur samt Polizeistaat nicht akzeptieren werden,
haben US-Regierungen schon seit langer Zeit die Inhaftierung einer
großen
Anzahl ihrer eigenen Bürger während eines "nationalen
Notstandes"
vorbereitet. Genau
wie an 9/11
wird die Regierung höchstselbst die Katastrophe
herbeiführen die
notwendig ist um die seit langem geplante Agenda zu verwirklichen. Vom
fünften bis zum 13. April 1984 führte die
Katastrophenschutzbehörde
FEMA mit Unterstützung der Armee, des CIA, des FBI, des Secret
Service
und weiteren Bundesbehörden eine geheime, großangelegte
Übung durch um ihre
Fähigkeit zu testen, eine
große Anzahl Bürger im Notfall zu verhaften. Die
Übung hieß "Readiness Exercise 1984"
(REX 84) und sah weitreichende Bürgeraufstände und
-demonstrationen vor
welche die Regierung in ihrer Gewalt und Handlungsfähigkeit
einschränken würden. Das
Militär wäre in diesem Fall mit zahlreichen
Vollmachten ausgestattet:
Massenverhaftungen und die Internierung von "gefährlichen"
Bürgern, die
Anwendung des Kriegsrechts, usw.
Rex
84 erregte Aufsehen als die Pläne während der
Anhörungen über die
Iran-Contra-Affäre im Jahr 1987 erwähnt wurden und
Zeitungen wie der Miami Herald die Sache
aufgriffen. Einer
der Hauptdrahtzieher der Iran-Contra-Affäre,
Lieutenant-Colonel Oliver
North, wurde in einer Anhörung von Jack Brooks gefragt, ob er
an der
Ausarbeitung von Plänen beteiligt gewesen war, im Falle eines
nationalen Notstandes die Verfassung der Vereinigten Staaten
außer
Kraft zu setzen. Der Vorsitzende der Anhörung blockte die
Frage zweimal
hintereinander ab, da jene ein "streng klassifiziertes [i.e. geheimes, d. R.]
Gebiet" berühre und nicht öffentlich behandelt werden
könne.
(Video:
Jack Brooks' Frage an Olliver North über Pläne zur
Außerkraftsetzung der US-Verfassung werden zweimal in Folge vom
Vorsitzenden des Ausschusses abgeblockt)
Seit
Rex 84 wurden zahlreiche ähnliche Übungen im ganzen Land
abgehalten, in der Regel völlig verfassungswidrig. Die
Terroranschläge vom 11. September 2001 lieferten schließlich
den Vorwand, die Trennung zwischen Militär und Polizei angesichts
des "Krieges gegen den Terror" für unzeitgemäß zu
erklären und höchst offiziell die Infrastruktur einer
Militärdiktatur auszuweiten. Im
Zuge der Regierungspläne wurden in den USA viele riesige
Internierungslager in verschiedenen Größen
gebaut, die Bandbreite reicht von umgerüsteten
und umfunktionierten alten Industrieanlagen bis hin
zu
völlig neu erbauten Konzentrationslagern. Das
Halliburton-Tochterunternehmen Kellogg, Brown and Root beispielsweise
bekam Anfang
2006 vom Heimatschutzministerium einen Auftrag über
385
Millionen $ für den Bau von Internierungslagern zugeschanzt. Halliburton
und KBR bauten fast sämtliche neuen großen
Gefangenenlager im Irak und in Afghanistan. KBR ist außerdem
in einen Skandal
über den Handel mit Sex-Sklaven verwickelt. In vormals
streng geheimen, mittlerweile veröffentlichten Dokumenten war die
Taktik
vorgegeben worden, anfangs zu behaupten jene
"Notfall-Camps" seien
für illegale
Einwanderer gedacht und nicht für amerikanische
Bürger. Ein Artikel von
Alternet
unterstrich die Kommentare von Senator Lindsey Graham, der
den Justizminister Alberto Gonzales nicht nur beim Thema Folter
unterstützt hatte, sondern auch wenn es um die Pläne ging, gegen Bürger
vorzugehen die nicht regierungstreu sind und "mit dem Feind
sympathisieren". Von
1967 bis 1971 führte das FBI die ADEX-Liste, eine
Kartei über unbequeme Bürger die im Katastrophenfall in die
Lager wandern sollten. Kürzlich
wurde enthüllt
dass die heutige Liste von Terrorverdächtigen die Namen von
325.000 Menschen enthält, dies ist wohl kaum die stehende
Schläferzellen-Armee von Al Kaida. Die
Katze ist aus dem Sack, da kann man ruhig noch eins draufsetzen: Das
Pentagon hat offiziell den Plan gefasst, Inhaftierte zur Arbeit zu zwingen.