Hexenjagd gegen 9/11-Wahrheitsbewegung erreicht neuen Level in Deutschland
Telepolis-Artikel rückt Angehörige der Opfer, Aktivisten und Forscher in die Nähe von Terroristen
Alexander Benesch infokrieg.tv 29.12.2008
Telepolis,
das Online-Nachrichtenmagazin des Verlages Heinz Heise, das in der
Vergangenheit
immer wieder positiv aufgefallen ist mit Berichterstattungen und
Interviews über verdeckten Regierungsterror, verblüffte nun mit der
Veröffentlichung eines reißerischen Artikels der exakt die öffentlich
verkündete
Agenda des Pentagons umsetzt, ernste Zweifel an dem sogenannten
"Krieg gegen den Terror" als terroristische Agitation zu brandmarken.
Wo wir in der Vergangenheit auf Telepolis noch
Interviews und Analysen von Autoren wie Daniele Ganser, Jürgen Elsässer
und Mathias Bröckers sahen, holt der
Artikel "Die Verschwörungsindustrie" von Nick Abbe vom 27. Dezember zum Rundumschlag aus gegen die Kritiker der von der
Bush-Administration verkündeten Version der Ereignisse um den elften
September 2001. Besonders amerikanische unabhängige Journalisten wie Alex
Jones sind für Abbe "Nutznießer" der Anschläge, "Verschwörungs-Makler"
die die Tragödie ausschlachten für eine "Industrie" der Irreführung.
Alex Jones
Es
sollte Herrn Abbe kaum entgangen sein, dass Infokrieg unabhängige Medien zahlreiche
Dokumentarfilme und Recherchen von Alex Jones eingedeutscht hat; trotzdem werden wir nirgendwo erwähnt oder gar verlinkt. Die wenigsten
haben die sprachlichen Kenntnisse, um die Filme angemessen im englischen Originalton
zu verstehen. Wird hier gehofft dass der Leser dem Autor blind vertraut
und sich nicht selbst ein Bild macht?
Wer
in dem Artikel eine
Auseinandersetzung mit den eigentlichen Argumenten der
9/11-Wahrheitsbewegung bzw. der Bewegung gegen die neue Weltordnung
erwartet, sucht vergeblich. Es werden praktisch
KEINE Argumente behandelt, keine Forschungsarbeiten auf dem Gebiet des
Regierungsterrors. Abbe versucht erst gar nicht zu erklären, wie in
New York an 9/11 zwei Flugzeuge drei Hochhäuser zum Einsturz brachten
oder wie es geschehen konnte, dass an Kleinflugzeugen mäßig
ausgebildete Stümper im bestbewachtesten Luftraum der Welt
bis rund 90
Minuten durch die Gegend flogen und drei von vier hochkarätigen Zielen
trafen. Stattdessen finden sich nur
herbeikonstruierte Ad-Hominem- Anklagen, die im folgenden untersucht
werden sollen.
Das psychologische Pseudoargument
Der folgende Satz aus dem Artikel ist so irreführend wie abgenutzt:
"gerade
in Krisenzeiten finden Verschwörungstheorien reißenden Absatz, denn die
Menschen suchen stets nach einer Erklärung für schwer fassbare
Ereignisse."
Es
ist völlig unlogisch zu
argumentieren, dass die Inside-Job- Hypothese im Kriminalfall 9/11 in
irgendeiner Weise beruhigender oder leichter zu verkraften sei als die
offizielle Version der Bush-Administration. Eine kleine Bande von
dilettantischen Höhlenmännern die durch unvorstellbares Glück um den
mächtigsten Sicherheitsapparat der Welt herummaneuvrieren konnten, wäre
für uns alle kein Anlass um an der Welt zu zerbrechen und nicht mehr
vor die Tür zu gehen. An Terror stirbt im Westen
statistisch gesehen so gut wie niemand. Dagegen sterben Leute
massenhaft bei Autounfällen und trotzdem fahren wir weiter und nehmen
das Risiko von tragischen Zufällen in Kauf. Die
These, dass eine internationale technokratische Elite die Vereinigten
Staaten als Motor
benutzt für die gewaltsame Etablierung einer tyrannischen Weltregierung
und dabei vor nichts zurückschreckt, ist hingegen extrem
angsteinflößend. Wie sein scheinbares Vorbild Noam Chomsky betätigt
sich Abbe als Schaumschläger und inszeniert sich als Bürgerrechtler
reinsten Wassers mit
Artikeln wie "Der Übergang", in
dem er genau die Themen anspricht mit denen die angeblich so fehlgeleiteten und gefährlichen
rechtskonservativen Journalisten wie Alex Jones den
Massenmedien um Jahre zuvorkamen. Und genau wie Chomsky fällt Abbe
den Bürgern in den Rücken, wenn es ums Eingemachte geht:
"Jones,
der in seinen Filmen und auf seinen Internet-Seiten gerne die
Teilnehmer der „Bilderberg“-Konferenz (siehe dazu auch: Keine Angst vor
den globalen Eliten) als Drahtzieher der Verschwörung zur Errichtung
der sozialistischen „Neuen Weltordnung“ präsentiert, nutzt auch noch
wesentlich fragwürdigere Informationsquellen."
Ein
haarsträubender Leitartikel von dem führenden Kommentator für
außenpolitische Angelegenheiten der Financial Times Gideon Rachman mit
der Überschrift ‘And now for a world government’ legte kürzlich erst den Plan für eine
Weltregierung dar und wie dieser Plan mit irreführender Rhetorik und
Euphemismen beworben wird um die Leute nicht zu alarmieren. Rachman
gesteht dann ein, was sich hinter der schwärmerischen Rhetorik verbirgt:
"International Governance tendiert nur dann dazu, effektiv zu sein, wenn es antidemokratisch ist."
Er nennt zur Verdeutlichung die anhaltende Ablehnung der EU-Erweiterung bei Referenden und Abstimmungen.
"Die
Union ist generell dann am schnellsten vorangeschritten wenn
weitreichende Abkommen von Technokraten und Politikern getroffen wurden
und dann durchgeboxt wurden ohne direkte Bezugnahme auf die Wähler."
Abbe
bemüht den Historiker Rudolf Jaworksi um kurz eine völlig
selbstevidente Sache zu erwähnen, die auch jedem Nichtakademiker klar sein
sollte:
„[Der]
Verdacht der Strippenzieherei [wird im] politischen Alltag laufend
bestätigt“[1] . Beispielsweise sind weder die „Machenschaften [der]
CIA“, anderer Geheimdienste, oder der Mafia, noch die „wachsende Macht“
internationaler Konzerne das Produkt menschlicher Phantasie[2] "
Warum
wird dann nicht EIN relevanter historischer Sachverhalt als Beispiel für
Strippenzieherei und Machenschaften der Regierungen und Geheimdienste
im Bereich der verdeckten und psychologischen Kriegsführung genannt?
Zum Beispiel Operation Northwoods, der Pentagon-Plan von 1962 laut dem
eine Terrorkampagne unter falscher Flagge losgetreten werden sollte um
einen Vorwand zu erhalten, Kuba militärisch anzugreifen und einen
Regierungswechsel zu erzwingen. Oder wie wäre es mit Operation TP AJAX,
der gewaltsamen Destabilisierungskampagne der CIA im Iran, mit deren
Hilfe man den Sturz der Regierung Mossadegh und die Einsetzung eines
der brutalsten Regime der Geschichte rechtfertigte? Der Angriff auf
die USS Liberty? Eine Vielzahl an Historikern hat Regierungsterror in
zahllosen Fällen aufgedeckt; glaubwürdige und ehrbare Individuen aus jeder
Gesellschaftsschicht sind auch im Fall 9/11 bemüht, sich Gehör zu
verschaffen. Feuerwehrleute, Polizisten, und Ersthelfer an Ground Zero
sind alle Teil der von Abbe verächtlich als Verschwörungstheoretiker
bezeichneten Bewegung. Architekten, ranghohe Regierungsfunktionäre,
Geheimdienstler, der heldenhafte Hausmeister des WTCs William Rodriguez
und
mindestens die Hälfte der Hinterbliebenen der Opfer der Anschläge
forschen neben vielen anderen Leuten im Fall 9/11 und kamen zu der
informierten
Schlussfolgerung, dass 9/11 ein Inside Job gewesen war. Nick Abbe
versucht verständlicherweise erst gar nicht, diese Personen in den
Dreck zu ziehen. Er
lässt sie einfach unter den Tisch fallen. Natürlich darf auch
der mehr oder weniger explizite Pauschalvorwurf nicht fehlen, dass
Leute die von einem Anschlag
unter falscher Flagge ausgehen praktisch geisteskrank sind:
"Doch
zwischen einer wissenschaftlich beweisbaren Zentralsteuerungshypothese
und einer Verschwörungstheorie besteht der Unterschied, dass letztere
von gegen jeden Widerspruch immunisierten Personen „vertrieben“ wird."
Gegen
Widerspruch immunisiert zu sein ist Grundmerkmal einer schweren
psychischen Erkrankung wie z.B. einer klinischen Paranoia. Ich möchte
die Frage direkt an Abbe richten: Halten sie beispielsweise den
heldenhaften Hausmeister des WTCs William Rodriguez, der sich ja vehement
für die 9/11-Wahrheitsbewegung einsetzt, für einen Geisteskranken?
Das Pseudo-Argument der Geldmacherei
Es
ist beschämend und einfach nur bizarr, wie Alex Jones und anderen
prominenten unabhängigen Journalisten Profitgier und Geldmacherei
unterstellt wird. Es werden völlig ungleiche Maßstäbe angelegt: Die
Massenmedien sind zu Multimilliarden- Dollar-Imperien angewachsen die
wiederum noch größeren multinationalen Konzernen gehören, deren
unverhohlen erklärtes Ziel die Profitmaximierung ist. Die
Rüstungsunternehmen, Öl-Konglomerate und andere Konzerne machten
bekannterweise exorbitante Profite mit dem Krieg gegen den Terror nach
9/11. Alex Jones hat rund 13 Mitarbeiter, die meisten anderen profilierten
investigativen Berichterstatter die nicht auf Ressourcen wie die von
FOX News und CNN Zugriff haben, verfügen wenn sie Glück haben gerade
einmal über ein winziges Büro mit eine Sekretärin. Abbe
versteigt sich zu Begriffen wie "Verschwörungsindustrie", die den
Eindruck eines lukrativen Riesengeschäfts erwecken. Was wieder
einmal völlig außen vor gelassen wird, ist die Realität. Loose Change
ist
beispielsweise der erfolgreichste Film in der Geschichte des Internets,
die drei Verantwortlichen leben jedoch überhaupt nicht auf großem Fuß.
Jason Bermas, der dieses Jahr sein neues Werk Fabled Enemies
veröffentlicht hat, konnte sich nicht einmal ein anständiges
Auto für seine Rückfahrt von Texas nach New York leisten, geschweige
denn ein richtiges Appartment.
Loose Change Crew
Wieso
erwähnt Nick Abbe gegenüber seinen Lesern nicht, dass die
Loose-Change-Macher und Alex Jones lukrative Angebote von
Hollywood-Studios abgelehnt hatten? Wieso sollen Abbes Leser nicht erfahren
dass die Filme kostenlos kopiert und verteilt werden dürfen und
darüberhinaus u.a. auf Google Video in voller Länge zu sehen sind, was
gravierende finanzielle Ausfälle bedeutet? Wieso wird unterschlagen,
dass die Loose-Change-Macher auf eigene Kosten zehntausende DVDs
verschenkt haben? Die Massenmedien sind es gewohnt, für einen
einzigen Camcorder mal eben 50.000$ auszugeben; ganze Filmproduktionen
wie Alex Jones' ENDGAME kosten hingegen nur rund 150.000$. Autoren, die Herrn
Abbe genehm sind, dürfen hingegen natürlich großspurig auftreten und durch die
Massenmedien Kasse machen; er nennt den linksliberalen
Establishment-Autor Noam Chomsky, von dessen Analysen er anscheinend
viel hält:
"Dabei
schließt Chomsky die Möglichkeit eines „inside jobs“ nicht einmal
kategorisch aus – hält sie aber für unwahrscheinlich, womit er sich bei
den Anhängern von Verschwörungstheorien nicht gerade beliebt gemacht
hat."
Chomsky hält die Frage an sich für unwichtig,
ob es eine Mittäterschaft der Regierung gegeben hatte. Das obwohl die
offizielle Geschichte der Anschläge essentiell gewesen war für die
Invasionen Afghanistans und des Iraks sowie für die massive
Beschneidung der Freiheiten und Rechte der Bevölkerung in den letzten
sieben Jahren. Während eines Events des Internet Forums im Jahr 2006
behauptete Chomsky, dass die 9/11- Wahrheitsbewegung "obskure und
zweifelhafte Theorien" verbreite und Aktivisten davon ablenkt,
Verbrechen zu verfolgen die "wesentlich ernster sind als die Sprengung
des WTC". Chomsky schmälert den Tod von tausenden amerikanischen
Zivilisten und Soldaten sowie hunderttausenden Afghanis und Irakis in
den Kriegen, die ohne den Vorwand von 9/11 nie möglich gewesen wären.
Als jemand gegenüber Chomsky zahlreiche Ereignisse wie den Anschlag auf
die USS Maine, den Vorfall am Golf von Tonkin und Pearl Harbor nannte
und fragte, weshalb er so kategorisch jedwede Vorstellung ablehnt dass
9/11 ein Ereignis unter falscher Flagge gewesen war, wiederholte Chomsky ganz einfach seine anmaßende Haltung:
"Das
Konzept der 'Operation unter falscher Flagge' ist kein sehr
ernstzunehmendes meiner Meinung nach. Keines der Beispiele die sie
beschreiben, oder sonstirgendeines in der Geschichte, weist auch nur
eine entfernte Ähnlichkeit auf zu der angeblichen 9/11-Verschwörung.
Ich schlage vor dass sie jedes davon genau betrachten."
Chomsky
lehnte die Möglichkeit einer Beteiligung der US-Regierung an 9/11 nur
vier Monate nach den Anschlägen ab; ein Jahr bevor jene als Grund für
die Irakinvasion hergenommen wurden. Auf eine Frage über Vorwissen der
US-Regierung sagte er zu dem Publikum einer FAIR-Veranstaltung in New
York’s Town Hall am 22. January 2002:
"Das
ist eine Internet-Theorie und sie ist hoffnungslos implausibel.
Hoffnungslos implausibel. So hoffnungslos implausibel dass ich
keinerlei Grund sehe, darüber zu reden."
Professor
Chomsky verteidigt außerdem vehement die Behauptung, dass Lee Harvey
Oswald der einsame Schütze bei dem Attentat auf John Fitzgerald Kennedy
gewesen wäre. 80 Prozent der Amerikaner glauben laut Umfragen etwas
anderes. Chomsky kam mit überzeugendem Beweismaterial für eine
weitreichende Verschwörung bei dem Attentat auf JFK bereits im Jahr
1969 in Berührung. Laut Selwyn Bromberger, ein Philosophieprofessor vom
MIT, hätte Chomsky angedeutet dass seiner Ansicht nach eine
Verschwörung existiere. Es ist offensichtlich dass Leute
wie Chomsky intellektuelle Feiglinge sind die genau wissen, dass
sowohl
9/11 als auch das Kennedy-Attentat größere Verschwörungen
repräsentieren als die offizielle Geschichte es uns glauben machen
will. Sie fürchten sich davor, ihre prominente Stellung zu benutzen um
den Themen mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen. Wie Vincent Salandria
erläutert, macht sie das schlimmer als Desinformationsagenten.
"Ich stimme zu dass Professor Chomsky kein CIA-Agent ist."
"Aber angesichts seiner Erklärungen über das JFK-Attentat ist er schlimmer als ein CIA-Agent. Ohne ein Agent zu sein, mit
seinem enormen Prestige als Denker, als ein unabhängiger Radikaler, als
ein mutiger Mann, erledigt er die Arbeit der Agency."
Michael
Moore, der sich ähnlich wie Chomsky immer davor gefürchtet hat, die
Hypothese des Inside Jobs umfassend zu beleuchten, ist bekannterweise
Multimillionär.
Das Pseudoargument Ad Hominem
Herr
Abbe versucht durch selektive Auswahl und Übertreibung weit
hergeholter, über mehrere Stationen gelegnener Verbindungen, Alex Jones
und andere als Rattenfänger für terroristische, rassistische Kreise zu
präsentieren. Alex Jones wird nie müde zu betonen, dass sein
Radiopublikum sich nicht hereinlegen lassen soll von bezahlten
Provokateuren der Regierung. Es steht natürlich in militärischen
Handbüchern und es ist unzählige Male Teil der Geschichte, dass von
Seiten der Regierungen versucht wird, legitime Bewegungen zu
infiltrieren und zu radikalisieren. Beispielsweise der von Abbe
völlig zu Unrecht in den Vordergrund gestellte Christopher Bollyn gilt
inzwischen als eine persona non grata in den unabhängigen Medien und
steht unter schwerstem Verdacht, ein Regierungsprovokateur zu sein.
Seit wann ist automatisch anzunehmen, dass ein Radiomoderator mit allen
Positionen aller seiner Interviewgäste übereinstimmt? Non sequitur
folgt auf non sequitur. Es scheint, dass hier Schuld durch Assoziation
herbeikonstruiert werden soll. Wann immer man den sogenannten
radikalen, ultra-rechtsgerichteten Medienfiguren auf den Zahn fühlt,
stellt man fest dass entweder die Panikmache unbegründet ist oder dass
diese Leute als Regierungsprovokateure arbeiten.
Der tatsächlich
radikale und nach eigenen Aussagen rassistische und separatistische
weiße Autor und Radiomoderator Eric John Phelps wurde erst kürzlich als
Betrüger entlarvt, der in genau den Kreisen verkehrt, die ihm angeblich
so sehr zuwider sind. Er hat ein einträchtiges Nebengeschäft mit
israelischen Diamanten, er zahlt seit 25 Jahren keine Einkommenssteuer
ohne dass die Steuerbehörde ihn in die Mangel nimmt und er trat in der
landesweiten israelischen Sendung "Tamar Yonah" auf.
Der
Radiomoderator aus New Jersey Hal Turner ist bekannt als einer der
unverbesserlichsten Neonazis Amerikas. Im Bezug auf George W. Bush sagte
er vergangenen Juni dass "eine wohlplazierte Kugel einen Haufen
Probleme lösen kann". Er hat geschrieben dass die Ermordung bestimmter
Bundesrichter "illegal sein mag, aber nicht falsch wäre". Am 1. Januar
konfrontierten anonyme Hacker Hal Turner im Internet-Forum seiner
Radiosendung. Nach einem hitzigen verbalen Schlagabtausch sagten sie
Turner dass sie sich erfolgreich Zugang zu seinen E-Mails verschafft
hätten und in jenen eine Korrespondenz mit einem FBI-Agenten fanden,
der anscheinend Turners Verbindungsmann ist. Als der veröffentlichte
E-Mail-Austausch auf einer großen Neonazi-Webseite diskutiert wurde,
kündigte Turner plötzlich an, sich von der politischen Arbeit
zurückzuziehen. Er verkündete:
"Ich trenne mich hiermit von der
'pro-weiß'-Bewegung."
Er erklärte außerdem, dass er seine Radiosendung beenden
wolle. Das FBI verweigerte eine Auskunft.
Abbe bemüht auch den
Anschlag in Oklahoma City als vermeintliches Totschlagargument, als
eindeutigen Beleg für die Gefährlichkeit der amerikanischen Rechten und
der Milizen. Erstaunliche neue Enthüllungen von Terry Nichols, dem
Mitverschwörer bei dem Bombenanschlag in Oklahoma City, beinhalten u.a.
Informationen über Timothy McVeighs Verbindungen zu Provokateuren der
Regierung und über die Bombe, bei deren Bau er McVeigh half und die
sich laut seinen Angaben völlig unterscheidet von den offiziellen
Beschreibungen. Nichols' Aussagen widersprechen der offiziellen
Verschwörungstheorie, laut der McVeigh alleine gehandelt und eine
5000-Pfund-Bombe aus Kunstdünger und Schweröl das
Alfred-P.-Murrah-Gebäude am 19. April 1995 aufgerissen hatte.
In
Absatz acht seiner Aussage erklärt Nichols, dass er sämtliche
Informationen und das ganze Ausmaß der Ereignisse nicht in einer
schriflichen Erklärung sondern nur vor einer Videokamera enthüllen
kann.
"Wichtige Teile dieses Terroranschlags bleiben dem amerikanischen Volk verborgen,"
sagt Nichols,
"besonders die Identitäten von den 'Unbekannten' die mit McVeigh bei dem Anschlag zusammenarbeiteten."
Nichols
identifiziert zwei Individuen die McVeigh direkt geholfen hatten: Ein
"Provokateur der Regierung" (später näher benannt als der Waffenhändler
Roger Moore) und "ein hochrangiger Funktionär der Bundesregierung"
(später identifiziert als der ehemalige FBI-Agent Larry Potts). In
Absatz zehn bestätigt Nichols dass McVeigh ihm erzählt hatte, dass er
während seiner Zeit bei der Armee für verdeckte Operationen angeworben
wurde und dass er bei seiner ersten Mission u.a. mit Roger Moore
zusammenarbeiten würde. Nichols erklärt anschließend dass er und
McVeigh achteinhalb Kisten des Sprengstoffs Tovex von einem Steinbruch
in Marion/Kansas gestohlen hatten, aber zu seiner Überraschung nur ein
kleiner Teil des Sprengstoffs bei dem Anschlag benutzt worden war. Was
war mit den anderen siebeneinhalb Kisten passiert? Waren sie der Grund
gewesen für die Berichte über die im Gebäude angebrachten Sprengsätze
und die nach außen gesprengten Stützpfeiler? Nichols beschreibt im
Weiteren wie McVeigh von einer Waffenveranstaltung zur anderen
herumgereist war und mit anderen Mitgliedern des "Netzwerks" Kontakt
aufnahm, die ihm dabei halfen, den Anschlag durchzuführen. Wie wir an
früheren Gelegenheiten berichtet hatten, war dies Teil der Schaffung
einer falschen Hintergrundgeschichte die später dazu verwendet werden
konnte um die offizielle Version zu unterstützen.
Wenn McVeigh
von Provokateuren der Regierung angeleitet worden war wie Nichols
behauptet, dann hätten jene McVeigh problemlos das nötige Material und
Know-How verschaffen und ihn einfach hätten loslegen lassen können.
Diese Vorgehensweise wäre jedoch unklug und gefährlich gewesen denn die
Ermittlungen wären hinterher ohne vorhandene Abklenkungen schnell auf
die Spur von McVeighs Bossen von der Regierung gestoßen. Indem man
McVeigh mit weißen Extremisten in Elohim City sowie mit dem deutschen Geheimdienstagenten Andreas Strassmeier zusammenarbeiten ließ und
darüberhinaus falsche Spuren einer Verbindung zu den Phillipinen legte, konnte man
die Basis schaffen auf der dann später das offizielle Drehbuch erstellt
wurde.
In Absatz 33 erzählt Nichols dass McVeigh wütend auf
Larry Potts gewesen war weil jener ihn zwang, "vom Drehbuch
abzuweichen" und das Ziel des Anschlags zu ändern. Die
Provokateure der Regierung, welche McVeigh anleiteten, sollten später
einer Strafverfolgung wegen Mittäterschaft entgehen indem sie den
Status von "geschützen Zeugen" erhielten, wie Nichols in Absatz 25
erläutert. Nichols erzählt wie McVeigh die beunruhigende Fähigkeit
hatte, ihm immer einen Schritt voraus zu sein, von seinen Aktivitäten
und Bewegungen immer Bescheid zu wissen bevor er über jene überhaupt
von Nichols informiert worden war. Dies führte Nichols zu der
Schlussfolgerung dass McVeigh "immer ganu wusste wo ich mich befand und
was ich tat". Dies ist absolut realistisch da Nichols genau
observiert wurde durch genau dieselben Regierungsagenten, die McVeigh
anleiteten und jenem Informationen zukommen ließen.
In Absatz
18 sagt Nichols, McVeigh hätte seiner Familie Gewalt angedroht falls er
sich weigern sollte, Roger Moore (den Regierungsprovokateur)
auszurauben. Dies zeigt wieder wie Nichols eingebunden worden war um
einen falschen Tathergang zu schaffen: Die Raubzüge sollten später als
Geldquelle für den Bombenanschlag präsentiert werden. Laut Nichols war
Roger Moore es gewesen, der McVeigh mit dem Sprengstoff versorgte der
als Zündladung für die Kunstdüngerbombe benutzt wurde. Der Einbruch in
Moores Haus war eine Inszenierung, damit später behauptet werden
konnte, die Materialien seien von Moore gestohlen worden und Moore wäre
nicht beteiligt gewesen. Was vielleicht der offiziellen Erklärung
über die Tat am meisten widerspricht, sind Nichols' Erläuterungen laut
denen die Bombe, bei deren Bau er McVeigh am 18 April geholfen hatte, überhaupt nicht mit der laut offizieller Darstellung verwendeten Bombe übereinstimmt.
"Die
Bombe bei der ich McVeigh an jenem Morgen geholfen hatte, ähnelt in
keiner Weise der Bombe die McVeigh in seiner offiziellen Biographie
namens 'American Terrorist' beschreibt,"
sagt
Nichols und fügt später hinzu dass die Bombe die er und McVeigh bauten,
wesentlich kleiner war als jene die von offiziellen Quellen beschrieben
wurde. Laut Nichols hatte die Bombe eine andere Form (V-förmig anstelle
von J-förmig) und nahm nur die Hälfte der Ladefläche im Fahrzeug ein im
Gegensatz zur gesamten Fläche wie der offizielle Bericht behauptet. Der
Sprengstoff sei in weißen, nicht in blauen Plastikfässern gewesen und
der Ammoniumnitrat-Dünger wäre auf Grund unvorschriftsmäßiger Lagerung
klumpig geworden. Nichols beschreibt eine Bombe die niemals den
tatsächlichen Schaden am Alfred-P.-Murrah-Gebäude hätte anrichten
können.
"Die
Bombe die McVeigh beschrieb, hatte einen Grad an Professionalität die
weder McVeigh noch ich selbt besaß als wir die Bombe bauten,"
erklärt
Nichols. Nichols beschreibt, wie McVeigh einmal versuchte, eine kleine
Testbombe zu zünden. Das Einzige was explodierte, war der Zünder
gewesen und der Dünger landete auf dem Boden ohne zu detonieren.
Diese
Aussagen bestätigen nur was jene, die den Fall ausgiebig untersucht
haben, bereits seit langem wissen: McVeigh besaß ohne
professionelle Hilfe von Außen weder die Fähigkeiten noch die
Materialien die nötig waren um den letztendlichen Schaden bei dem
OKC-Bombenanschlag anzurichten. Die Größe der Explosion hätte ohne
zusätzliche Sprengladungen im Gebäude nicht erreicht werden können. Lokale
TV- und Radiostationen berichteten am Morgen des Anschlags über nicht
gezündete Sprengladungen die von Sprengstoff-Sondereinheiten aus dem
Gebäude entfernt wurden. Weitere Fragen zu dem Thema wurden bald von der offiziellen Erklärung über die Ereignisse begraben.
Informationskrieg
Wie
Raw Story berichtet, verlautbarte CENTCOM 2006 dass ein Team
von ihren Mitarbeitern "Blogger konfrontiert, welche inakkurate,
falsche oder unvollständige Informationen posten". Wenn sie also ihre
Zeit damit verschwenden, online die Details des Kollapses von
WTC-Gebäude 7 oder die Details des Irakkriegs mit jemandem zu
debattieren der unfähig scheint, die grundlegendsten Prinzipien zu
verstehen, dann könnte ihr Gegenüber an einem Schreibtisch der
US-Regierung sitzen und eine Uniform tragen.
CENTCOM
infiltriert Blogs und Foren um sicherzustellen dass Leute "die
Möglichkeit haben, positive Geschichten zu lesen", vorrangig darüber
wie der Irak eine wundervolle, freie Demokratie ist und wie es beim
Krieg gegen den Terror darum geht, Amerika sicherer zu machen. Die
schockierende Heuchelei eines Regimes und ihres militärischen Arms
welche die größten Täuschungen und Propagandaaktionen gegen die
amerikanischen Bürger betrieben haben und nun fragenstellende Blogger
der "Feindeshilfe" anklagt, ist alarmierend.
Das weiße Haus
hat vollkommen klargestellt dass es jene amerikanische Bürger ins
Visier nehmen wird, welche Informationen verbreiten die den Interessen
der US-Regierung schaden können und jene Bürger als "feindliche
Kämpfer" klassifizieren wird. Dies ist offiziell dargelegt in der
Untersektion 27 der Sektion 950v. des Military Commissions Act von
2006. Bushs eigenes Strategiedokument für "den Sieg im Krieg gegen den
Terror" identifiziert "Verschwörungstheoretiker", d.h. jeder der
Regierungskorruption und Regierungslügen über innenpolitische und
außenpolitische Ereignisse aufdeckt, als "Terroristen- Rekruteure" und
kündigt an, deren Einfluss auf die Gesellschaft zu vernichten. In einer Rede bezeichnete der Direktor des
Heimatschutzministeriums Michael Chertoff
das Internet als
"Terror-Trainingslager" durch welches "unzufriedene Menschen in den
Vereinigten Staaten radikale Ideologien und potentiell gewalttätige
Fähigkeiten" entwickeln können. Chertoff kündigte an,
Heimatschutzagenten zu lokalen Polizeiwachen auszusenden um Beistand zu
leisten gegen inländische Terroristen die das Internet als politisches
Werkzeug benutzen. Wie lange wird es dauern bis einflussreiche
Online-Schreiber, Blogger und Journalisten wie Greg Palast (der der
Terroristenbeihilfe angezeigt wurde als er "kritische US-Infrastruktur"
gefilmt hatte) auf der Straße niedergeschossen werden wie in Russland
oder im "befreiten" Irak?
Nicht jeder der stur
Berichterstatter angreift, die sich außerhalb der Propaganda-Matrix des
militärisch-industriellen Komplexes bewegen, ist automatisch bewusst ein Agent
der psychologischen Kriegsführung. Die meisten sind eher unbelehrbare,
inquisitorische und äußerst selbstgerechte Möchtegern-Weltverbesserer
die sich nicht trauen, sich mit den wirklichen Verursachern unserer
weltweiten Misere auseinanderzusetzen. Wenn man als Uninformierter die
Ausführungen von Abbe verfolgt, dann fürchtet man sich am Ende womöglich noch vor
einer Art weißen al-Kaida. Welche Gruppierung ist eine Gefahr für
Menschenleben? Eine friedliche Bewegung die ethnische, nationale und
andere Grenzen überschreitet und den Kriegen im Namen der "Sicherheit" ein Ende setzen will, oder
der Multi-Billionen-Dollar-Kriegsapparat der US-Regierung, der nach
unabhängigen Schätzungen über eine Million Menschen seit 2003 im Irak
getötet hat und nun verfassungswidrig in den USA selbst eingesetzt werden soll?
Die Namen der Personen mit denen Alex Jones zu
tun hat, würden mehrere Seiten füllen. Abbe unterschlägt praktisch jeden,
der seinem konstruierten Grusel-Szenario widerspricht. Ist Dr. Ron Paul,
US-Kongressabgeordneter aus Texas, ein militanter Neonazi? Ist die
afroamerikanische demokratische Ex-Kongressabgeordnete Cynthia McKinney
der extremen Rechten zuzuordnen? Der demokratische Abgeordnete Dennis
Kucinich? Der ehemalige ranghohe CIA-Analyst Ray McGovern?
Die
Antikriegsaktivistin und Mutter eines gefallenen Soldaten Cindy
Sheehan? Warum erzählt Herr Abbe seinen Lesern nicht, dass der
jüdische Filmproduzent Aaron Russo ein guter Freund und Kollaborateur
von Alex Jones war? Warum wird nicht erwähnt, dass die jüdische
Organisation JPFO regelmäßiger Gast in der Sendung ist?
Nick
Abbe mag sich noch so sehr als Bürgerrechtler inszenieren; mit seinem
neuesten Artikel hat er bewiesen dass er sich einspannen lässt für die
Terrorhysterie und für die Kampagne gegen legitime unabhängige
Berichterstattung.
Falls sie der Telepolis-Redaktion ihre Meinung mitteilen möchten, dann senden sie einfach eine E-Mail an tpred@heise.de