Wie Paul Joseph
Watson in seinem am 11. Mai 2009 veröffentlichten Artikel „Nazis Planned
EU-Style Fourth Reich" (Nazis planten Viertes Reich im Still der EU)
berichtete, waren ranghohe Nazi-Industrielle stets präsent bei der frühen
Phase der europäischen Union und der Gründung der Bilderberg-Gruppe; bis
in die Nachkriegszeit hinein entwickelten sie sich immer weiter. Wie im
Artikel berichtet wurde, planten hochranginge deutsche Industrielle
einen Wirtschafts-Superstaat auf der Basis eines gemeinsamen Marktes
für Europa. Es ist außerdem bewiesen, dass die Bilderberg-Gruppe
ebenfalls Pläne für eine europäische Union und Währung verfolgte.
„Die Idee,
Europa in einen geschlossenen Handelsblock zu vereinigen, ist nicht mehr
schockierend wenn ein solcher Block von Deutschland dominiert würde,“
schrieb ein
Mitbegründer der Nazi-Ideologie im 19. Jahrhundert. Franz von Papen,
der Mann der dafür sorgte dass Adolf Hitler Reichskanzler wurde,
schrieb ebenfalls über die Möglichkeit einer „Europäischen Föderation“
unter strenger Kontrolle Deutschlands und natürlich mit Berlin als
glorreichem Zentrum. Es wurde schon häufig darauf hingewiesen, dass
deutsche Industrielle sich mit dem anglo-amerikanischen Establishments
zu dem zusammen schlossen was wir als die Neue Weltordnung kennen.
Während Europa durch Terror und Tod abgelenkt war, wurde von den Söhnen
des New Yorker Autors Charles Scribner ein Buch veröffentlicht, das den
ominösen Titel ‘The Thousand Year Conspiracy' (Das Jahrtausend-Komplott)
trug. In diesem Buch gibt der Autor Paul Winkler faszinierende
Einblicke in Gesellschaften, die finanzielle Krisen und Kriege von
Preußen aus schufen. Um den Ursprung und die Bedeutung dieses, wie Winkler es
nennt, „peußo-teutonischen“ Establishments zu verstehen, werden wir
nun einen Blick in die tiefschürfenden Nachforschungen des Autors werfen.
Eine Veröffentlichung in Kriegszeiten
Sie
werden jetzt
vielleicht sagen, dass es wohl ein bisschen spät für die Rezension
eines 65 Jahre alten Buches ist, aber die obskuren Umstände wodurch
dieses
Buch all die Zeit über verborgen wurde, und der relevante Bezug zur
heutigen Zeit rechtfertigen meiner Meinung nach dieses Vorhaben. Unter
einem riesigen Stapel Kriegsliteratur hervorgekramt und von seiner
dicken
Staubschicht befreit, sollte ‚The Thousand Year Conspiracy‘ einen sehr
verwundern – um nicht zu sagen vom Stuhl hauen. Zur der Zeit als das
Buch in den USA in die Läden kam, verstanden nur wenige die volle
Bedeutung dieses Manuskripts. Alle Augen waren auf den Führer gerichtet
der den schweißgebadeten Generälen in seinem Bunker einen Befehl nach
dem anderen an den Kopf warf. Die deutsche aristokratische Elite
(Winkler nennt sie im Buch durchgehend ‚Junker‘) erschuf als Teil
ihres gut durchdachten Weltbeherrschungs-Plans den größten Tyrannen von
allen, Adolf Hitler, der die Welt regieren sollte. Soweit es die
Junker betraf, war Hitler die Erfüllung eines Traums weil er für
Verwüstung auf dem Erdball sorgte und somit seine Gegner dazu zwingen
würde, eine Weltregierung aus den Trümmern des darauf folgenden Krieges
zu erschaffen. Um dieselbe Zeit herum bewarb der Gründer des
Europäischen Parlaments H.R. Nord seine utopischen Pläne für eine
‚Weltföderation‘. Winkler veröffentlichte sein Buch in dem Wissen, dass
eine solche Föderation im Aufbau war – nicht zwangsläufig unter der
Führung der Nazis – aber unter der Kontrolle derselben Leute die den
Nazis in den 1930er Jahren zur Macht verhalfen. Winkler argumentiert
dass Imperien kommen und gehen, Tyrannen aufsteigen und fallen, es aber
eine unheilige Allianz gibt die zu allen Zeiten besteht und Einfluss
auf den Verlauf der Geschichte nimmt. Die wahren Strippenzieher treten
nur selten ans Licht. Aus der Deckung heraus fördern, finanzieren und
überwachen sie bestimmte Personen, die dann für sie ihren Willen in der
Öffentlichkeit durchsetzten.
Eine Unheilige Verbindung
Während über den
Dächern die Flugzeuge dröhnten, gab Winkler das bekannt, was er die
Mächte hinter den Mächten nannte, eine Vereinigung von zwei Mächten die
Deutschland seit dem 13. Jahrhundert beherrschten. Die erste Macht die
er erwähnt stammt aus dem dunklen Teil der Geschichte und ist der Orden
der teutonischen Ritter, der sowohl in finanzieller als auch
militärischer Hinsicht die Tempelritter weit hinter sich lies, und auf
dessen Konto die Gründung des Millitärstaates Preußen geht. Der Orden
selbst, so Winkler, war das wahre Erbe des Römischen Reichs und dazu
bestimmt, den Kontinent zu beherrschen. Während die französischen
Templer Anfang des 14. Jahrhunderts zum Scheitern verurteilt waren,
wurde der teutonische Orden immer größer und mächtiger und hatte für
die nächsten 200 Jahre den Preußischen Staat unter seiner Kontrolle. Um
zu erleutern, worum es bei diesen mittelalterlichen ‚Mönchs-Kämpfern’
wirklich ging, weist der Autor überzeugend darauf hin, dass sich die
teutonischen Ritter sehr bald in ihrer Geschichte mit der zweiten
dominierenden Macht vereinten, die sehr leicht als europäischer und
besonders deutscher Adel identifiziert werden kann. Die historische
Bedeutung dieser Partnerschaft kann kaum übertrieben werden. Die
ursprünglichen Bestrebungen der deutschen Kreuzritter hatte wohl kaum
etwas mit der Befreiung des Heiligen Landes zu tun. Es handelte sich
dabei viel mehr um eine versteckte Agenda der deutschen Aristokratie,
die sie schon vorbereitete lange bevor sie das Schwert erhob um die Heiden zu vertreiben.
Der Orden
selbst verfolgte unter anderem das Ziel, als „Hospital“ für den
deutschen Adel zu fungieren. (...) Die Ritter benutzten das Wort
„Hospital“ in einem symbolischen Sinn (...) und verbargen dahinter
eines der Ziele des Ordens.- eine Verschwörung zugunsten der Interessen
einer bestimmten Klasse.
Zu der Zeit als
die deutschen Aristokraten mit der Hilfe der deutschen Hanse ein
wirtschaftliches Netz über Nordeuropa spannten, übertrafen sie bereits
die Bestrebungen des Teutonischen Ordens einer militärischen Übernahme.
Als diese beiden Kontinente aufeinander trafen, schuf die tektonische
Kraft die freigesetzt wurde eine ‚preußo-teutonische‘ Allianz.
'Unter dem
Schutz des Ordens‘ wie Winkler schrieb, 'wurde eine Gruppe von
Edelmännern die unter dem Schutz der Ritter standen in den eroberten
Ländern eingesetzt. Diese „Junker“ versuchten der Reihe nach die Ziele
und Traditionen des Ordens, die auf das Deutsch-Römische Reich zurück
gehen, für ihren exklusiven Vorteil zu nutzen.‘
Unter der
Überschrift 'Die "Neue Ordnung" ist eine alte Ordnung’ dehnt der Autor
seine Berichte über das seltsame Niemandsland zwischen Licht und
Schatten aus, in dem die ‚Junker‘ operieren.
Winkler:
‚Die Preußo-Teutonen wissen, dass die militärische Besetzung Frankreichs
nicht ewig dauern kann. Außerdem haben sie wahrscheinlich die
Möglichkeit eines Misserfolgs Deutschlands mitbedacht, welche einen
Sturz des Nazi-Regimes zur Folge hätte.‘
Er zitiert dann
Hitlers Forderung nach einer „Neuen Wirtschaftsordnung“ und bringt sie
dann in Zusammenhang mit dem Vorhaben des deutschen Adels und dem Kampf
der teutonischen Ritter:
‚Diese „Neue
Ordnung“ ist vollständig das alte preußische Schema (…), welches schon
90 Jahre vor Hitlers Aufstieg die Vorlage für eine Vereinigung der
europäischen Wirtschaft unter der Führung Preußens darstellte. Es ist
außerdem vorgesehen, dass sich dieses preußo-teutonische Europa durch
Invasion der Märkte anderer Länder ausbreitet und weltweit
„Protektorate“ errichtet.‘
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